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Die Weiße Rose und 2 starke Geschwister
Widerstand Port Woling – Erinnerung an den Widerstand, den die Geschwister Scholl würdevoll aus Notwendigkeit gegen Hitlerfaschismus, Militarismus und Krieg leisteten
Die Widerstandsgruppe “Weiße Rose”
“Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ‘regieren’ zu lassen.”1

Dieser Satz bildet das Eingangszitat im 1. Flugblatt der »Weißen Rose« Ende Juni 1942, der studentischen Widerstandsgruppe an der Universität München »Weiße Rose« um Hans (Medizinstudent) und Sophie Scholl (Sudentin Biologie und Philosophie). Im Flugblatt appellieren die Studenten vor allem an die politische Verantwortung der Bevölkerung, besonders der Intelligenz, sowie moralische Pflicht zum → Widerstand gegen → Faschismus und Krieg.
Sophia Magdalena Scholl „Sophie“ (geb. 09.05.1921 in Forchtenberg) und Hans Fritz Scholl (geb. 22.09.1918 in Ingersheim) wurden am 22.02.1943 im Strafgefängnis München-Stadelheim gemeinsam mit Christoph Probst (Medizinstudent) durch das Fallbeil hingerichtet. Sie starben für ihre Werte und die Zukunft der Menschen. “An der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hatten Hans und Sophie Scholl vier Tage vor ihrem Tod während der Vorlesungen das sechste – und letzte – Flugblatt der Widerstandsgruppe Weiße Rose, in den menschenleeren Gängen ausgelegt. Als der Hausmeister sah, wie sie die restlichen Exemplare in den Lichthof der Universität warfen, verschloss er die Eingänge und verständigte die Gestapo.“2
Sicher führte auch unvorsichtiges, zu offenes Agieren zu ihrer Entdeckung und Verhaftung. Antifaschistischer Widerstand gegen Herrschende erfordert unter den Bedingungen rechtloser politischer Verfolgung einer Staatspolizei (damals die → Gestapo) auch strikte Sicherheitskonzepte. Unter Federführung des Münchner Gauleiters Paul Giesler wurde in kurzer Frist ein Schauprozeß inszeniert. Roland Freisler, seit 20.08.1942 Präsident des Volksgerichtshofes, verurteilte die Angeklagten wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode.3
Die Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl bestand aus weiteren Aktivisten bzw. Mitgliedern, wie Alexander Schmorell (Medizinstudent), Kurt Huber (Hochschullehrer, Musikwissenschaftler) und Willi Graf (Medizinstudent). Sie wurden am 19.04.1943 abgeurteilt und Monate später gleichfalls hingerichtet.
Im Jahr 1942 begann die “Weiße Rose” ihre Aktivitäten in München.
Die Mitglieder und Gleichgesinnte diskutierten über Theologie, Philosophie, Moral und Literatur. Neben ihrer Weltsicht waren vermutlich anonyme Flugblätter, die die Familie Scholl in ihrem Briefkasten fand, der Auslöser, selbst aktiven Widerstand zu organisieren. Solche Flugblätter enthielten Predigten des Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen, der u. a. über die Vernichtung von psychisch Kranken informierte.
Die Flugblätter der Widerstandsgruppe beinhalteten u. a. Aufrufe zum aktiven und passiven Widerstand gegen die Herrscherclique, Informationen über die Ermordung von 300 000 polnischen Juden, Aufrufe zu Sabotage oder auch Appelle an das Gewissen. Die »Weißen Rose« suchte auch Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen. Die sechste und letzte Flugschrift nahm die Niederlage von Stalingrad als Anlass zum Aufruf eines Kampfes gegen die NSDAP.4
Die kritische Distanz zum Faschismus verfestigte sich bei den Mitgliedern der Gruppe bereits in den Jahren zuvor (insbesondere seit 1937). Sie entstand unter dem Eindruck der Zeit, u. a. erster Erfahrungen in der Haft und an der Front sowie dem intellektuellen Austausch im Ulmer Freundeskreis der Geschwister Scholl. “Der Widerstand der Geschwister gegen den NS-Willkürstaat verstärkte sich durch die Verhaftung des Vaters, der wegen einer abfälligen Bemerkung über Hitler im August 1942 zu einer viermonatigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.“5
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Quellen
- Weiße-Rose-Stiftung e.V., I. Flugblatt der Weißen Rose
- Geschwister-Scholl-Realschule, Die “Weiße Rose”, GEWISSEN, MUT, WACHSAMKEIT
- Stadt Ulm, Hans und Sophie Scholl
- wie zuvor
- Landeszentrale für politische Bildung Badem-Württemberg, Architektur und Kunst, Hans (1918–1943) und Sophie Scholl (1921–1943), Die Geschwister Scholl und die „Weiße Rose”
Nachsatz
Das Thema Erinnerung und Aufklärung bleibt ein am Anfang stehendes Erfordernis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfordert viel Mut, viele Ideen, Mitwirkende, Plattformen und eine zunehmende sowie enge Vernetzung. Port Woling betreibt weiter Aufklärung u. a. zu den Themen …
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