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Klassenkampf
Begriffe Port Woling – Kernbotschaften über den Klassenkampf in der Zeit des Faschismus in der Strategie Ernst Thälmanns
Klassenkampf und Thälmann
Über Klassenkampf in Zeiten des Faschismus in den Anfängen
Da scheint einigen Widerständlern und Kriegsgegnern der Fall und Sieg des “Querdenkers” Michael Ballweg1 über ein imperialistisches Gericht nicht zu gefallen. Warum, weil er kein Kommunist, kein Monarchist, sondern „nur“ Querdenker ist?
Nochmal: Freispruch und nun erst recht! Er hat auch für uns Alle gekämpft. Jetzt kann es nur noch heißen, gegen Asoziales, → Faschismus und Krieg – Handeln und Denken, egal, wie – Denken selbst, nach vorn oder quer. Es tut verdammt not.
Kräfte bündeln gegen die Extremisten da Oben! “Der Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegspartei, die deutsche Geheimdiplomatie.”2 Glaubt Jemand, den nur mit seiner Facebook-Blase besiegen zu können?
Dazu fällt ein Spruch ein von Ernst Thälmann, der den Kampf als KPD-Vorsitzender im Reichstag bis 1933 führte: „
Einen Finger kann man brechen, aber 5 Finger sind eine Faust.“
Daher – Bündelung aller antiimperialistischen Kräfte und Kriegsgegner, um in der Phase der revolutionären Situation die Führung durch die fortschrittlichste Kraft zu übernehmen. Thälmann betonte in verschiedenen Reden eindringlich die Notwendigkeit, alle verfügbaren Kräfte zu bündeln – zum einen zum Massenselbstschutz gegen faschistischen Terror, zum anderen im gemeinsamen Massenkampf (Streik, Generalstreik, Einheitsfront).
Für eine Einheitsfront und zum Massenkampf forderte er eine …
… „Entfaltung aller Formen des Massenwiderstandes und Massenkampfes gegen die faschistische Diktatur“, mit dem Ziel einer „Kette ununterbrochener, miteinander verflochtener und sich gegenseitig ablösender Aktionen“, die sich bis zum Generalstreik steigern müsse.
In der Tagung des Zentralkomitees (ZK) der KPD (Ziegenhals, 07.02.1933) sagte er:
„Die Anwendung … des unablässigen Kampfes, der ununterbrochenen Massenaktionen stellt uns gerade die Aufgabe, alles daranzusetzen, um möglichst rasch die vielen Teilaktionen und Teilkämpfe zum großen, umfassenden Massenstreik, ja zum Generalstreik zu steigern.“ Im Kampf gegen den Terror stellte er die Bedeutung „wehrhafter Massennotwehr“ heraus. “Hier müssen wir die Massen zu höheren Formen der wehrhaften Massennotwehr … erziehen … keine Abschwächung des Kurses auf die ideologisch‑politische Offensive“.
Nach der Machtübernahme der Faschisten 1933 rief die KPD (unter Thälmann) gemeinsam mit SPD, Gewerkschaften u. a. zum Generalstreik auf – ein kombinierter Aufruf für alle betroffenen Schichten, um die Massen zu mobilisieren. Die KPD bot der SPD, dem ADGB sowie christlichen Gewerkschaften konkret die Durchführung eines Generalstreiks an. Aber – wie nicht das erste und letzte Mal in der Geschichte erwies sich die SPD als Verräter an ihrer Klasse.
Heute haben wir es mit schwarzen Knüppelgarden u.a. der Exekutive sowie Anti-Antifa zu tun. Und mit den tollen privaten Castles eines jeden eingebürgerten Lohnabhängigen, der Angst hat das zu verlieren. Und in dieser Situation wäre es nur destruktiv, wenn nicht konterrevolutionär, die Querdenker-Bewegung Ballwegs zu verteufeln oder besser gesagt zu diffamieren.
JA – Bündelung der Kräfte über Parteigrenzen hinweg – unter Wahrung der → Roten Linie zu offen nazistisch auftretenden Gruppierungen – weg mit ihnen, der Systemkollaborateur lauerte immer in ihnen.
In der Gegenwart kommt der Verrat aller von Oben unterwanderten pseudodemokratischen Parteien und Gewerkschaften dazu, was den Schwierigkeitsgrad der Bündelung aller Kräfte erhöht. Obere und ihre NGO’s, inkl. ThinkTanks haben die Spaltung perfektioniert – mit der sie nur ihre Macht erhalten können.
Zu den Kernbotschaften in Thälmanns Strategie gehörten auch:
- Massenselbstschutz: Bewaffnete, organisierte Verteidigung der Arbeiterklasse gegen faschistische Gewalt – militante Notwehr statt reiner Protestparolen. Heute müssen wir uns auch gegen die digitale Ohnmacht und Massenüberwachung wappnen – ein schweres Unterfangen.
- Einheitsfrontpolitik: Gemeinsames Handeln von KPD, SPD, Gewerkschaften – einschließlich Streiks und Generalstreik – zur Überwindung der faschistischen Herrschaft. Heute kann man die dem System gleichgeschalteten Gewerkschaften leider restlos haken).
- Kontinuierlicher Massenkampf: Verflochtene Teilkämpfe, Streiks, Aktionen als Kettenreaktion bis zum politischen Generalstreik.
So – in Anpassung an heutige Besonderheiten – wäre der Kampf zu organisieren. Die Rolle von klassischen Parteien des Westens wäre frühzeitig rückzudrängen – sie haben sich in der Rolle der Politischen Klasse, eines jämmerlichen Systemkollaborateurs, jegliche Legitimation verspielt.
Thälmann glaubte auch daran, dass Internationalismus vereinbar ist mit Stolz auf seine Nation. So schrieb er 1944 im Zuchthaus Bautzen einen Brief an einen Kerkergenossen:
“Kommunismus ist die Lehre von der Befreiung der Arbeiterklasse. Die Befreiung der Arbeiterklasse aber ist die Befreiung des ganzen Volkes! … Weil wir unser Volk und Land lieben, kämpfen wir für ein Rätedeutschland … für ein freies, sozialistisches Deutschland. Wir bejahen die nationale Frage. Ich weise hin auf Lenin, der von dem Stolz der Großrussen sprach und trotzdem einer der größten Männer des Internationalismus gewesen und bis zu seinem Tode geblieben ist.”4
Den parlamentarischen Kampf gegen den Faschismus und im Klassenkampf betreffend, wusste auch Ernst Thälmann,dass der kapitalistische Wahlapparat nur für die Herrschaft von Opportunisten taugt. Unter solchen Bedingungen kann von grundlegenden gesellschaftlichen oder revolutionären Veränderungen nicht die Rede sein. Er wusste auch, dass in der folgenden Periode von gemachten Krisen und Zusammenstößen der Werktätigen und Geschundenen mit den Vertretern des obersten Finanzkapitals nicht parlamentarische Aktionen, sondern einzig aktive revolutionäre Aktionen die Periode zum Sturz des Systems (im aggressivsten Stadium des Kapitalismus der Imperialismus und Faschismus) zur Ergreifung der Macht in einer Räterepublik führen kann.
Erwähnen möchte ich in dieser Sache auch die These,
“Bei der Auslösung von Streiks in den Betrieben […] sei die Hereinnahme von Nazis in die Streikkomitees […] absolut notwendig und erwünscht.“
Diese Feststellung ist laut Wikipedia einzig zurückzuführen auf eine Erwähnung durch den deutschen Historiker Heinrich A. Winkler (Professor an der Humboldt-Universität Berlin) in seinem Buch zur Geschichte der Arbeiterbewegung.5 Diese allgemeine These nehmen heute viele Pseudodemokraten und Scheinlinke ohne Kontext zum Anlass, die KPD und Thälmann zu diffamieren. Dieser einzige Hinweis ist kein Beleg einer belastbare Aussage, die den Widerstand der KPD gegen die NSDAP negieren soll, wenn nicht zumindest eine zweifelhafte. Und ja – Ulbricht und Goebbels mögen mal auf einem Podium gestanden haben (zur historischen Begegnung 1931 im Saalbau Friedrichshain), aber nur zu einer Diskussionsveranstaltung, um sich in ihren Reden zu messen.
Ein Hauptproblem im Klassenkampf und Kampf gegen den Faschismus waren damals wie heute immer Bestrebungen systemkonformer Protagonisten, die Ideologie des Hitlerfaschismus und Nazismus in den Bereich eines Sozialismus zu rücken. Dass die faschistische Ideologie linke Elemente in sich vereine (als Beweis wird der Eigenbezeichnung ›National-Sozialisten‹ angeführt), dient(e) der faschistischen Führung tatsächlich und gleichfalls nur der Verschleierung tatsächlicher Absichten. Links zu sein im Klassenkampf, bedeutet immer ein bestimmtes Verhältnis zu den entscheidenden Produktionsmitteln und die Gesellschaft tragenden Technologien zu besitzen. Nie gab es Ziele des faschistischen Machtapparates zur Entmachtung von Großkonzernen oder Beseitigung des staatsmonopolistischen Kapitalismus.
“Ein Linker bzw. Kommunist ist im Kapitalismus für die Enteignung des Besitzes von die Gesellschaft tragenden Schlüsseltechnologien und Produktionsmitteln. Heutige Regierende verkörpern u.a. Diktatur, Systemtreue, Selbstermächtigung, Meinungsunterdrückung, Militarismus, Ausgrenzung, Rassismus, Krieg, Sozialabbau – alles rechte und nazistische Positionen. Und Faschist bleibt Faschist.”6
Was Thälmann u.a. zum Klassenkampf noch zu sagen hatte:
Konzentration von Teilkämpfen mit festem, entschlossener Kurs auf den politischen Generalstreik!
Er argumentierte: Nur durch das Bündeln aller proletarischen Kräfte in bewaffneter Verteidigung, gemeinsamen Streikaktionen und politischer Einheitsfront sei es möglich, Faschismus und Krieg wirksam zu bekämpfen. Von der entwickelten Einheitsfront von unten bis hin zum Generalstreik sah er den organisierten Massenkampf als zentralen Hebel im Klassenkampf.
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Quellen:
- Cicero, Magazin für politische Kultur, Artikel Volker Böhme-Nessler vom 02.08.2025, Der Fall Michael Ballweg – Wenn Politik und Justiz eine unheilige Allianz eingehen, 02.08.2025
- Zitat: Karl Liebknecht, Einde O’Callaghan für Marxists’ Internet Archive, Karl Liebknecht, Ausgewählte Reden und Aufsätze, Flugblatt, Der Hauptfeind steht im eigenen Land, Mai 1915, Berlin 1952, S.296-301, 23.01.2025, , 24.04.2025
- Zitat: Ernst Thälmann, Rede auf der illegalen Tagung des Zentralkomitees (ZK) der KPD am 07.02.1933 im Sporthaus Ziegenhals (bei Berlin/Niederlehme), Veröffentlichungen: Reden und Aufsätze, Band II (Verlag Rote Fahne, Köln 1975) + Die Illegale Tagung des ZK der KPD am 7. Februar 1933 in Ziegenhals (Dietz-Verlag, Berlin 1988) + Ziegenhalser Reden (Freundeskreis Ernst-Thälmann-Gedenkstätte e. V.), 02.08.2025 + Ausgewählte Reden und Schriften, Band 2, Marxistische Taschenbücher, Frankfurt/Main 1977
- Doku. “Ernst Thälmann – Bilder, Dokumente, Texte”, S. 328, Dietz Verlag 1986
- Buch „Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik“. 3 Bände. Dietz, Berlin u. a. 1984-1987; Band 3: Der Weg in die Katastrophe. 1930 bis 1933 (Geschichte der Arbeiter und der Arbeiterbewegung in Deutschland seit dem Ende des 18. Jh. Band 11). 1987, 2. Aufl. Bonn, 1990. S. 766; entnommen einem Wikipedia-Beitrag unter “Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft 1932”, 10.07.2025
- Zitat aus Buch “Das Faschismus-Protokoll“, Autor Wolle Ing
Nachsatz
Das Thema Erinnerung und Aufklärung bleibt ein am Anfang stehendes Erfordernis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfordert viel Mut, viele Ideen, Mitwirkende, Plattformen und eine zunehmende sowie enge Vernetzung. Port Woling betreibt weiter Aufklärung u.a. zu den Themen …
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