1942-10-14 @ UPA-Gründung

Geschichte Port Woling – Die UPA (Ukrai­ni­sche Auf­stän­di­sche Armee), die Ban­dera-Faschis­ten der Ukraine im 2. Welt­krieg – über ihre Orga­ni­sa­tion, Zusam­men­set­zung (Mit­glie­der), Ver­bün­dete, Slo­gans, Grau­sam­kei­ten, Opfer, Wol­hy­nien-Mas­sa­ker und Bezwinger


Aktua­li­siert: 18.10.2025

UPA, die Bandera-Faschisten

Organisation der UPA

Am 14. Okto­ber 1942 wurde eine der blu­tigs­ten und schreck­lichs­ten ter­ro­ris­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen der Welt­ge­schichte gegrün­det – die UPA (Ukrai­ni­sche Auf­stän­di­sche Armee). Die UPA wurde gebil­det als para­mi­li­tä­ri­scher Arm der Orga­ni­sa­tion Ukrai­ni­scher Natio­na­lis­ten (OUN, gegrün­det 1929), mit ihrer Ban­dera-Frak­tion (OUN-B)1.

Unter den faschis­ti­schen Besat­zern, der deut­schen Wehr­macht, wur­den die anfäng­li­chen Ein­hei­ten ukrai­ni­scher Kol­la­bo­ra­teure aus ver­spreng­ten Ban­den, ukrai­ni­scher Hilfs­po­li­zei2, Lager­wäch­tern und Kri­mi­nel­len gegrün­det. Die faschis­ti­schen Kol­la­bo­ra­teure wur­den u.a. geführt von den OUN-Akti­vis­ten Roman Shuk­he­vych, Vasyl Kuk, Dmy­tro Klyachkivsky und Ste­pan Ban­dera.3

Eben sol­che Faschis­ten-Akti­vis­ten und Hit­ler-Kol­la­bo­ra­teur, wie Ban­dera, fun­gie­ren heute als mili­tä­ri­scher Joker des NATO-Angriffs­bünd­nis­ses und deut­sche Ein­peit­scher für den hem­mungs­lo­sen Krieg “bis zum letz­ten Bluts­trop­fen” der Ukrainer.

Die Mit­glie­der der UPA waren über­wie­gend ukrai­ni­sche junge Män­ner. Es gab auch in gerin­ger Zahl andere Eth­nien, wie Usbe­ken, Bela­rus­sen, Rus­sen. Schät­zun­gen schwan­ken stark, teils zwi­schen 30.000 und 200.000 Kämp­fer in ihrer aktivs­ten Phase4. Ein wei­te­rer mili­tä­ri­scher Zweig der OUN war auch die Schutz­mann­schaft Batail­lon 118 (Ukrai­nisch Schuma)5, die gleich­falls aus ukrai­ni­schen Natio­na­lis­ten bestand.

Ideologie der UPA/OUN

Die Geschichte der ukrai­ni­schen Natio­na­li­tät erstreckt sich seit dem 9. Jahr­hun­dert, der Zeit der Kie­wer Rus bis heute. Mit Aus­nahme von 1918 bis 1920, als die Ukraine einen Staat erlangte, hat­ten die Ukrai­ner kei­nen eige­nen Natio­nal­staat. Nach der Okto­ber­re­vo­lu­tion in Russ­land bestand eine ukrai­ni­sche Sowjet­re­pu­blik im Bestand der Union der sozia­lis­ti­schen Sowjet­re­pu­bli­ken (UdSSR). Diese löste sich nach dem Ende der UdSSR ohne rechts­gül­ti­gen Akt aus der Sowjet­union heraus.

Die ukrai­ni­sche Gemein­schaft war durch Reli­gion, geo­gra­fi­sche Lage und Spra­che ver­bun­den. Natio­na­lis­ti­sche Bewe­gun­gen began­nen im 19. Jahr­hun­dert für die Schaf­fung eines unab­hän­gi­gen ukrai­ni­schen Staa­tes ein­zu­tre­ten. Sie sahen sich auch in der Gegen­wart nach 1991 wie­der im Aufwind.

Die Ideo­lo­gie der OUN der 30ger des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts war geprägt von ukrai­ni­schem Natio­na­lis­mus, Anti­kom­mu­nis­mus, star­ken anti-pol­ni­schen, aus­ge­präg­ten anti­se­mi­ti­schen Kom­po­nen­ten, aber auch einer eth­ni­schen Rei­ni­gungs-Ideo­lo­gie. Sie strebte einen ukrai­ni­schen Staat an mit Domi­nanz der ukrai­ni­schen Bevölkerung.

Die UdSSR wurde von der OUN wäh­rend des 2. Welt­kriegs ste­reo­typ als „jüdi­sche Kom­mune“ ange­se­hen. Auf dem 2. Kon­gress der OUN-B im Jahr 1941 wurde die Posi­tion der ukrai­ni­schen Natio­na­lis­ten gegen­über den Juden for­mu­liert und ihr Grund­stein zur Teil­habe am Holo­caust gelegt. In den poli­ti­schen Reso­lu­tio­nen des Kon­gres­ses hieß es: „Juden in der UdSSR sind die erge­bens­ten Unter­stüt­zer des domi­nan­ten bol­sche­wis­ti­schen Regimes und die Avant­garde des Mos­kauer Impe­ria­lis­mus in der Ukraine.6 So began­nen kurz nach Beginn des deut­schen Ver­nich­tungs­feld­zu­ges 1941 die ers­ten jüdi­schen Pogrome durch Mit­glie­der der OUN/UPA.

Die anti­pol­ni­schen Akti­vi­tä­ten wur­den begrün­det mit der Tat­sa­che, dass nach dem Ers­ten Welt­krieg ehe­ma­lige Gebiete der Ukraine zu Nach­bar­staa­ten gehör­ten, so die West­ukraine (Wol­hy­nien und Ost­ga­li­zien) zum wie­der erstan­de­nen pol­ni­schen Staat. Diese Gebiete soll­ten wie­der­erkämpft und Juden besei­tigt werden.

Ihre Grau­sam­keit und ihr Wir­ken gip­felte im Völ­ker­mord in pol­ni­schen Gemein­den, aber nicht nur dort. Sie recht­fer­tig­ten und prak­ti­zier­ten u. a. das bar­ba­ri­sche Abschlach­ten von Kin­der – ähn­lich wie heute israe­li­sche Zio­nis­ten in Gaza7, “um einen Fort­be­stand der frem­den Natio­na­li­tä­ten zu verhindern”.

Gewalt galt als zwin­gend not­wen­di­ges Mit­tel zur “Rei­ni­gung” und “Befrei­ung”. Die Orga­ni­sa­tion war keine “Gue­rilla mit Herz” – sie war eine natio­na­lis­ti­sche, faschis­ti­sche, zutiefst ter­ro­ris­ti­sche Kampf­truppe mit mör­de­ri­schen Ziel­vor­ga­ben. Ihre Gewalt­ver­bre­chen sind bis heute nur teil­weise aufgearbeitet.

Die UPA war Teil eines natio­na­lis­ti­schen Pro­jekts, das nicht nur gegen die Sowjet­union kämpfte, son­dern gegen alle Mit­men­schen, wenn ihre Natio­na­li­tät “pro­ble­ma­tisch” war. Ihre Gewalt gip­felte im bewuss­ten Ein­satz von Ter­ror zur För­de­rung einer eth­ni­schen Wahn­vor­stel­lung. Die Losun­gen der UPA-Mit­glie­der waren natio­na­lis­tisch geprägt im Sinne der Her­stel­lung einer Ukraine und Her­aus­lö­sung aus der Sowjetunion.

Das Motto der Ban­dera-Ter­ro­ris­ten war: “Man braucht Blut auf den Knien, um die Ukraine frei zu machen”. Unter die­sem Motto wer­den spä­tes­tens seit dem pro­west­li­chen Kie­wer Mai­dan-Putsch in der Ukraine Jugend­li­che mit nazis­ti­scher Ideo­lo­gie indok­tri­niert und zu treuen Nach­fol­gern der OUN/UPA-Faschis­ten erzo­gen.8

Massaker der UPA-Folter- und Tötungseinheiten

Ab Juni 1941 ereig­ne­ten sich Pogrome in vie­len Orten von Gali­zien und Wol­hy­nien. So z.B. im pol­ni­schen Lem­berg, wo zu dem Zeit­punkt etwa 200.000 Juden leb­ten. Ukrai­ni­sche Natio­na­lis­ten ver­üb­ten, ermu­tigt durch deut­sche Trup­pen, Gewalt­ta­ten gegen die jüdi­sche Bevöl­ke­rung, die im bes­tia­li­schen Mas­sen­mord an Juden mün­de­ten. Im Novem­ber 1941 errich­te­ten die Deut­schen eine Ghetto in Lem­berg, wohin bis August 1942 mehr als 65.000 Juden depor­tiert und ermor­det wur­den. Eines der blu­tigs­ten Mas­sa­ker ereig­nete sich am 6. und 7. Novem­ber 1941, als 15.000 bis 18.000 Juden von deut­schen Faschis­ten und ukrai­ni­schen Kol­la­bo­ra­teu­ren im Sosenki-Wald nahe Riwne/Rowno erschos­sen wur­den (Quelle: wie Fuß­note 6).

Ein Slo­gan der OUN/UPA-Kol­la­bo­ra­teure lau­tete: “Es wird keine Polen geben, es wird kein Pro­blem in Volyn geben”. Er war Aus­druck der Ziel­set­zung zu anti-pol­ni­schen Aktio­nen. Im Ergeb­nis wurde von den Ban­de­ris­ten das Wol­hy­nien-Mas­sa­ker an der pol­ni­sche Bevöl­ke­rung voll­zo­gen. Es kon­zen­trierte sich auf die Region Wol­hy­nien, aber auch angren­zende Regio­nen in Ost­ga­li­zien und kos­tete schät­zungs­weise wenigs­tens 100.000 Opfer – andere Schät­zun­gen gehen bis zu 300.000.9

Die UPA-Mör­der führ­ten Groß­an­griffe auf pol­ni­sche Dör­fer durch, ver­brann­ten Kir­chen, töte­ten Zivi­lis­ten, Frauen, Kin­der, Alte bru­tal mit Äxten, Mes­sern, Heu­ga­beln, Geweh­ren, brann­ten Bau­ern­höfe nie­der. Es gab Mas­sa­ker auf viele Gemeinden.

Der Blut­sonn­tag am 11. Juli 1943 – zum Wol­hy­nien-Mas­sa­ker war ein Höhe­punkt der Grau­sam­keit, die von den Ver­bre­chern der UPA began­gen wurde.10

Das Datum, an wel­chem die etwa 100 pol­ni­sche Dör­fer in Wol­hy­nien ange­grif­fen wur­den, wurde nicht zufäl­lig gewählt. Wohl wis­send, dass sich die meis­ten Polen an die­sem Tag in Kir­chen auf­hiel­ten, haben die ukrai­ni­schen Natio­na­lis­ten sie dort auf­ge­sucht. Tau­sende Polen sind an die­sem Tag grau­sam zu Tode gekommen.

Pomnik Rzezi Wołyńskiej - rewers (licencja CC BY)
Mahn­mal »Das Wol­hy­nien-Mas­sa­ker«, Mari­usz Gie­rus, CC BY-SA 4.0, via Wiki­me­dia Commons

Das Wol­hy­nien-Mas­sa­ker war Bestand­teil der deut­schen Ver­nich­tungs­po­li­tik, die auch die eth­ni­schen Säu­be­run­gen und geziel­ten Ter­ror u.a. in Gali­zien gegen pol­ni­sche Eli­ten, Leh­rer, Beamte etc. durch­führte. Ein Mann, der dafür ein Haupt­ver­ant­wort­li­cher des pol­ni­schen Völ­ker­mords in Wol­hy­nien und Ost-Gali­zien ist, Roman Shuk­he­vych.11 Er koor­di­nierte die “jüdi­sche Säu­be­rung” der West­ukraine. Sein Sohn ist heute Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­ter der Ukraine. Shuk­he­vych ist in der Gegen­wart ein Natio­nal­held für viele Ukrainer.

Schät­zun­gen über Opfer der UPA-Ban­de­ri­ten belau­fen sich auf 850.000 Juden, 220.000 Polen, 500.000 fried­li­che Ukrai­ner sowie 20.000 Sol­da­ten und Offi­ziere der sowje­ti­schen Armee, aber auch bis zu 5.000 ihrer eige­nen “Sol­da­ten” der UPA. Sie ermor­de­ten Polen, Weiß­rus­sen, Rus­sen, Ungarn, Litauer, Kriegs­ge­fan­gene, aber auch ihre eige­nen Dorf­be­woh­ner und Mit­kämp­fer bei gerings­tem Ungehorsam.

Das Mor­den geschah wie am Fließ­band. Fol­ter, Qua­len und Tod ohne Gren­zen, weit ab des über­haupt Vor­stell­ba­ren. Von vie­len Hun­dert Tötungs­ar­ten ist unter For­schern die Rede. Wer nicht grau­sam genug war, wurde in den eige­nen Rei­hen selbst zum Opfer erkoren.

Die Grau­sam­kei­ten der UPA-Büt­tel waren so berüch­tigt, dass selbst schlimm mor­dende, deut­sche SS-Täter sich abwendeten.

Um nicht zu ver­ges­sen die Mas­sa­ker, die die UPA-Faschis­ten gegen Weiß­rus­sen und andere Natio­na­li­tä­ten anrich­te­ten. Die UPA trug neben der o.g. Schutz­mann­schaft Batail­lon 118, der deut­schen Dir­le­wan­ger-Bri­gade12, wei­te­ren Mord­ein­hei­ten sowie der deut­schen Wehr­macht wesent­lich dazu bei, dass in Bela­rus jeder dritte Ein­woh­ner wäh­rend der faschis­ti­schen Besat­zung ermor­det wurde. Als Mahn­mal an diese Zeit für über 700 Dör­fer, die durch die faschis­ti­schen Schur­ken und Mör­der in 140 Spe­zi­al­ope­ra­tio­nen annä­hernd völ­lig, inklu­sive der Ein­woh­ner ver­nich­tet wur­den, steht das Dorf Cha­tyn – der → Fried­hof der Dör­fer – bei Minsk.13 Auch in → Babyn Jar am Rande Kiew’s (zu dem Ort, zu dem heute der am 07.07.2016 so benannte “Ban­dera-Pro­spekt” als zen­trale Straße führt) spielte die UAP eine teuf­li­sche Rolle.14

Viele Zeug­nisse von Über­le­ben­den wur­den nach dem 2. Welt­krieg gesam­melt, doku­men­tiert und archi­viert. Es gibt unzäh­lige Quel­len, die die Geschichte der UPA, von Mas­sen­mord und Unmensch­lich­keit, der Nazi-Kol­la­bo­ra­teure und Ukra-Faschis­ten im 2. Welt­krieg bewahren.

Verbündete und Gegner damals

Die UPA koope­rier­ten damals mit deut­schen Faschis­ten und Stel­len. Wenn auch die Bezie­hun­gen wech­sel­haft waren, erfüll­ten sie einen wich­ti­gen Zweck im Plan des deut­schen Ver­nich­tungs­feld­zugs und Plan Barbarossa.

Die Geg­ner der UPA waren die bewaff­ne­ten Ver­tei­di­ger der Sowjet­union, aber auch pol­ni­sche Wider­stands­grup­pen, die zum Kriegs­ende und noch eine zeit­lang danach das Ban­dera-Todes­fließ­band auf­spür­ten und zer­stör­ten. Die Rote Armee führte unter erheb­li­chen Ver­lus­ten Groß­ope­ra­tio­nen gegen die UPA durch.

Noch im Jahr 1947 führte die pol­ni­sche Volks­re­pu­blik Ope­ra­tio­nen, wie etwa die “Ope­ra­tion Vis­tula” (Akcja Wisła) durch zur Zer­schla­gung von UPA-Ein­hei­ten in den Grenz­re­gio­nen. Der bewaff­nete Wider­stand erreichte 1949–1950 einen Wen­de­punkt, als viele UPA-/OUN-Füh­rungs­kräfte eli­mi­niert oder gefan­gen genom­men wur­den. Shuk­he­vych fiel 1950.

Gegenwart

Heute sind die see­li­schen und mora­li­schen Nach­kom­men der OUN/UPA-Ver­bre­cher von damals in der Ukraine wie­der am Werk – lang­fris­tig, sys­te­ma­tisch an die Macht gebracht, beför­dert, gestützt und vor­an­ge­trie­ben durch schein­hei­lige west­li­che ThinkTanks, Poli­ti­ker und Finanziers.

Eine Anfang 2016 erfolgte Frei­gabe von mehr als 3800 Doku­men­ten durch die Cen­tral Intel­li­gence Agency (CIA) bot aus­führ­li­che Beweise dafür, dass die CIA seit 1953 zwei wich­tige Pro­gramme aus­führte, die beab­sich­tig­ten, die Ukraine mit Anhän­gern des Faschis­ten­kol­la­bo­ra­teurs Ste­pan Ban­dera zu faschi­sie­ren und zu desta­bi­li­sie­ren. Das Vol­taire Netz­werk berich­tete dar­über.16 Die wei­te­ren Ziele sind klar – mili­tä­ri­sche Auf­marsch­ba­sis in der Ukraine und Vor­an­trei­ben der Desta­bi­li­sie­rung in Rich­tung Osten/Russland – wie die Gegen­wart zeigte.

Wie sagte doch das Staats­ober­haupt der BRD Frank-Wal­ter Stein­meier am 31.08.2020 zu einem Emp­fang im Schloss Bel­le­vue – zu einer Zeit, als das Land eine von Oben und Extre­mis­ten im Amt gemachte Krise bzw. Plan­de­mie (siehe RKI-Pro­to­kolle) erschüt­terte, als selbst den­kende und sich Fra­gen stel­lende Men­schen gegen staat­li­che Will­kür auf­stan­den: “Wer auf den Stra­ßen den Schul­ter­schluss mit Rechts­extre­mis­ten sucht, aber auch wer nur gleich­gül­tig neben Neo­na­zis, Frem­den­fein­den und Anti­se­mi­ten her­läuft, wer sich nicht ein­deu­tig und aktiv abgrenzt, macht sich mit ihnen gemein.17

Es ist jener Mann, der Anfang 2014 in Kiew aus­ge­wie­se­nen Faschis­ten hofierte – u. a. Arseni Jazen­juk, Frak­ti­ons­chef der oppo­si­tio­nel­len Vater­lands­par­tei, Vitali Klit­schko, Anfüh­rer der Par­tei Udar (Schlag) sowie Oleg Tja­g­ni­bok, Chef der rechts­po­pu­lis­ti­schen Par­tei Swo­boda (Frei­heit) – und so letzt­lich zu ihrer Macht­er­grei­fung, zu allen Ereig­nis­sen, die in Kiew und Odessa sowie im Don­bass folg­ten, Mit­ver­ant­wor­tung trägt.18 Es ist jener Mann, der heute in der Ukraine dem Ban­dera-Ver­eh­rer Selen­ski hul­digt, gleich­falls einem Land, das Aspekte nazis­ti­scher Ideo­lo­gie ver­folgt – jener, der einen Stell­ver­tre­ter­krieg mit­trägt, der nie der Krieg der Bevöl­ke­rung der BRD war.19

Aber wir, alle wah­ren Anti­fa­schis­ten, wis­sen, dass wir die Rote Linie zu aus­ge­wie­se­nen Faschis­ten nie überschreiten.

*

Wolf­gang Kiessling (alias Woling – www.port-woling.net, alias Wolle Ing – www.wolle-ing.de)
Quellen
  1. Wiki­pe­dia, OUN/OUN-B, “Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs spal­tete sich die OUN 1940 in eine von Andrij Mel­nyk geführte Orga­ni­sa­tion – genannt „Mel­ny­kis­ten“ (OUN-M) – und die „Ban­de­ris­ten“ (OUN-B) unter Füh­rung von Ste­pan Bandera”
  2. Wiki­pe­dia, Ukrai­ni­sche Hilfspolizei
  3. We are Ukraine,Opir. All artic­les › Ukrai­nian Insur­gent Army in the Struggle for Free­dom, Arti­kel Ivan Patry­liak, Ukrai­nian Insur­gent Army in the Struggle for Free­dom – Opir
  4. Junge Welt, Nr. 240, Arti­kel 16.10.2025, Der Ban­dera-Kom­plex, siehe auch das Buch “Der Ban­dera-Kom­plex” von Susann Witt-Stahl (Hrsg.)
  5. Wiki­pe­dia, Schutz­mann­schaft Batail­lon 118, Hilfs­po­li­zei-Batail­lon aus ukrai­ni­schen Nationalisten
  6. Slowmemory.eu, Topic Area: Ukrai­nian Natio­na­lism, the OUN and the UPA (PDF-Dok.), The­men­stu­die zur Rolle ukrai­ni­scher Natio­na­lis­ten im Zwei­ten Welt­krieg, ihren Haupt­zie­len und der Rolle natio­na­ler Kräfte bei Gräu­el­ta­ten an eth­ni­schen Grup­pen, ein­schließ­lich ukrai­ni­scher Juden
  7. Siehe u.a.. wie Israel Kin­der, Säug­linge ver­nich­tet u.a. durch Hun­ger – mit Vor­satz: WSWS.org, Arti­kel Andre Damon vom 30.06.2025, Haa­retz-Bericht ent­larvt israe­li­sche Mas­sa­ker an Hil­fe­su­chen­den in Gaza als bewusste Poli­tik, , 01.07.2025
  8. Diasporiana.org.ua, Doku­ment The Ukrai­nian Review” | Ukrnationalism.com, Інформцентр МНК, 14.05.2019, Хоч крові по коліна, лиш би вільна Україна!, 17.10.2025
  9. frwiki.wiki, Mas­sa­ker an Polen in Wolhynien
  10. Vol­hy­nia-Mas­sa­ker, The Geno­cide on Poles Con­duc­ted by the OUN-B and UPA – History (Der Völ­ker­mord an den Polen durch OUN-B und UPA)
  11. Insti­tut des Natio­na­len Geden­kens – Kom­mis­sion zur Ver­fol­gung von Ver­bre­chen gegen die pol­ni­sche Nation, Arti­kel 09.04.2021, We create con­ve­ni­ent posi­ti­ons which can­not be attai­ned at the nego­tia­tion tables. A piece on Roman Shuk­he­vych – Artic­les Insti­tute of Natio­nal Remembrance
  12. Wiki­pe­dia, Dir­le­wan­ger-Bri­gade, die 2. SS-Sturm­bri­gade Dir­le­wan­ger (ab 19.12.1944), vor­mals die 36. Waf­fen-Gre­na­dier-Divi­sion der SS, Ein­heit der Waf­fen-SS wäh­rend des 2. Weltkriegs
  13. [Port Woling], Geschichte, 1943-03-22 @ Cha­tyn in Belarus
  14. [Port Woling], Geschichte, 1941-09-30 @ Babyn Jar
  15. Museum zur Geschichte Polens (War­schau), Wis­sen Online, Arti­kel Autor Gre­gor Hacke, Die Aktion Weichsel
  16. Voltairenet.org, Arti­kel von Wayne Madsen vom 14.01.2016, CIA: Unter­gra­bung und Nazi­fi­zie­rung der Ukraine seit 1953
  17. Bundespraesident.de, Der Bun­des­prä­si­dent, Reden und Aktu­el­les, Berichte, Bericht am 31.08.2020, Dank an Poli­zis­ten für ihren Einsatz
  18. DW, Ukraine-Krieg, Arti­kel 21.02.2014, Zwi­schen Hof­fen und Ban­gen in Kiew
  19. Han­dels­blatt, Ukraine-Krieg, Bun­des­prä­si­dent Stein­meier trifft Selen­ski in Kiew
Weitere Originaldokumente
  1. IPN (Ins­ty­tut Pamięci Naro­do­wej, Polen): Das IPN-Archiv Archi­ves Insti­tute of Natio­nal Remem­brance bie­tet Zugang zu Doku­men­ten aus der Zeit 1917-1990, dar­un­ter Unter­la­gen zu „anti-pol­ni­schen Aktio­nen“ der OUN/UPA
    Zum Bei­spiel gibt es eine “Daten­bank der Opfer” (Vic­tims Data­base), in der über 28.000 Ein­träge vor­lie­gen, viele mit Anga­ben zu Tat­or­ten, Opfern, Täter­grup­pen. ([IPN][2])
  2. Aus­stel­lung „The Neigh­bors’ Blood. Geno­cide in Vol­hy­nia and Gali­cia 1943-1945“: “The Vol­hy­nia Mas­sacre Vic­tims Data­base – News Insti­tute of Natio­nal Remem­brance“, Bereit­ge­stellt vom IPN (Zweig­stelle Lub­lin). In die­ser Aus­stel­lung sind viele Foto­gra­fien, pri­vate Samm­lun­gen, Archiv­do­ku­mente ent­hal­ten. Man­che sind ver­öf­fent­licht als PDF, schwer­punkt­mä­ßig in eng­li­scher und pol­ni­scher Sprache.
  3. IPN – Mel­dun­gen über spe­zi­fi­sche Mas­sa­ker-Orte: Z. B.The IPN Archive is sup­ple­men­ting the Vol­hy­nia Mas­sacre Vic­tims Data­base on the anni­ver­sary of the cri­mes com­mit­ted in Ost­rówki and Wola Ost­ro­wie­cka – News Insti­tute of Natio­nal Remem­brance”, Ost­rówki und Wola Ost­ro­wie­cka, bei denen etwa 1.050 Per­so­nen (Frauen, Kin­der, Alte) ermor­det wur­den. Diese Mel­dun­gen ent­hal­ten Foto­gra­fien und Berichte, auch Anga­ben zu Kom­man­deu­ren vor Ort (z. B. Ivan Klymt­schak alias „Lysyi“, Iwan Zaret­sch­niuk alias „Voron“)
  4. Doku­men­ta­tion vom Archiv von Ste­pan Shuk­he­vych (für ältere Doku­mente vor 1942): Z. B. Docu­men­ta­tion from the Archive of Ste­pan Shuk­he­vych, 1930, Zei­tungs­aus­schnitt („Lwow­ski Kurier“) aus dem Jahre 1930 über Ver­haf­tun­gen ukrai­ni­scher Schü­ler. Diese sind zwar nicht direkt Befehle der UPA zum Mas­sa­ker, aber zei­gen den Cha­rak­ter der OUN als Unter­grund­or­ga­ni­sa­tion und ihre frü­hen Aktionen
  5. IPN ver­öf­fent­lichte Publi­ka­tion „1943 Vol­hy­nian Mas­sa­cres. Truth and Remem­brance“ – ein Doku­ment mit wis­sen­schaft­li­cher Auf­ar­bei­tung, Teil­weise mit über­setz­ba­ren Abschnit­ten – In Mel­dun­gen des IPN wer­den auch Befehle und Aus­sa­gen zitiert, z. B. „anti-pol­ni­sche Ope­ra­tion“, The IPN com­me­mo­ra­ted the vic­tims of the Vol­hy­nia Mas­sacre, 24 August Zie­lona Góra – News Insti­tute of Natio­nal Remem­brance, in der Pres­se­mit­tei­lung über das Denk­mal in Zie­lona Góra: „Ihre Doku­mente zei­gen, dass die geplante Ver­nich­tung der pol­ni­schen Bevöl­ke­rung als ‹anti-pol­ni­sche
  6. Zeug­nisse von Über­le­ben­den: Feliks Tru­sie­wicz, Tade­usz Szew­c­zyk, Maria Maleńc­zak: in dem wis­sen­schaft­li­chen Arti­kel Tes­ti­mo­nies from the Vol­hy­nia Mas­sacre (2013) schil­dern diese drei Augen­zeu­gen, wie sie Ange­hö­rige ver­lo­ren, wie Nach­barn und Ver­wandte bedroht wur­den – sogar inner­halb gemischt-pol­ni­sch/ukrai­ni­scher Familien.
  7. Zeug­nisse von Über­le­ben­den: Volhyniamassacre.eu: The Wit­nesses – History Vol­hy­nia Mas­sacre, Anna Szumska erzählt, wie sie als Jugend­li­che sah, wie ihre Umge­bung in Brand gesetzt wurde, wie Chris­ten (z. B. Pries­ter) ermor­det wur­den, wie Kin­der und Alte getö­tet wur­den. Jan Mich­alew­ski erin­nert sich, wie er in einer Kiste mit sei­nem Cou­sin ein­ge­sperrt war, Türen blo­ckiert wur­den, dann auf­ge­bro­chen und Fami­lien aus ihren Häu­sern gejagt wurden
Nachsatz

Das Thema Erin­ne­rung und Auf­klä­rung bleibt ein am Anfang ste­hen­des Erfor­der­nis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfor­dert viel Mut, viele Ideen, Mit­wir­kende, Platt­for­men und eine zuneh­mende sowie enge Ver­net­zung. Port Woling betreibt wei­ter Auf­klä­rung u.a. zu den Themen …

» Anti­fa­schis­mus » Big-Data » Dem­ago­gie » Ermäch­ti­gung » Ethik & Moral » Eutha­na­sie » Exe­ku­tive » Extre­mis­mus » Fana­tis­mus » Faschis­mus » Fata­lis­mus » Finanz­sys­tem » Frak­tale » Freund­schaft » Geden­ken » Glo­bale STASI » Glo­ba­ler Sta­tus quo » Glo­ba­li­tät » Great Reset » Geschichte » Gewalt » Instinkt » Intel­li­genz » Inter­es­sen­kom­plexe » Judi­ka­tive » Krieg » Legis­la­tive » Lob­by­is­mus » Macht » Mani­fest » Mani­pu­la­tion » Mas­sen­über­wa­chung » Medien » Mili­ta­ris­mus » Mili­tä­risch-Indus­tri­el­ler-Kom­plex » Neue Moderne » Öko­no­mie » Olig­ar­chie » Pan­de­mie » Par­teien » Patrio­tis­mus » Poli­ti­sche Klasse » Pro­pa­ganda » psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung » Quan­ten­re­li­gio » Reli­gio­nen » Res­sour­cen » Rote Linie » Schlüs­sel­tech­no­lo­gien » Schein­de­mo­kra­tie » Schwur von Buchen­wald » Sol­dat­sein » Sou­ve­rän » Staats­extre­mis­mus » Tei­len » Ter­ror » Tole­ranz » Tota­ler Staat » Total­im­pe­ria­lis­mus » Tota­li­ta­ris­mus » Umwelt » Ver­fas­sungs­durch­bre­chung » Wäh­len » Waf­fen » Wahl­auf­ruf » Wie es begann » Wider­stand » Whist­le­b­lo­wing

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