Politische Klasse

Begriffe Port Woling – über die implementierte Politische Klasse und deren Funktion als Werkzeug eines Alles beherrschenden Interessenverbundes des obersten Finanzkapitals


Zum Begriff POLITISCHE KLASSE

Die Poli­ti­sche Klas­se ist eine Grup­pie­rung pri­vi­le­gier­ter und von infor­mel­len Orga­ni­sa­tio­nen beein­fluss­ter Part­or­gs (poli­ti­sche Funk­ti­ons­trä­ger, Aus­füh­ren­de der Lob­by, Ent­schei­dungs­trä­ger, Über­wa­cher) als auch vor­geb­lich Oppo­si­tio­nel­ler der eta­blier­ten poli­ti­schen Par­tei­en­land­schaft und instal­lier­ten Scheindemokratie.

Der pri­vi­le­gier­te Teil die­ser Grup­pie­rung beherrscht jeweils die Legis­la­ti­ve (und damit auch Exe­ku­ti­ve sowie Judi­ka­ti­ve). Die gesetz­ge­ben­de, aus­füh­ren­de und die recht­spre­chen­de Staats­ge­walt, aber auch maß­geb­lich die publi­ka­ti­ve Gewalt (staats­ge­tra­ge­ne öffent­li­chen Medi­en) lie­gen ent­schei­dend in ihren Händen.

2021 Flug­blatt - Autor Wol­le Ing

Die­se Klas­se ist der ver­län­ger­te Arm und Funk­ti­ons­trä­ger des Impe­ria­lis­mus, der von der Poli­ti­schen Klas­se ver­schlei­ernd als Neo­li­be­ra­lis­mus getarnt und ver­harm­lost wird.

Das Wir­ken der Poli­ti­schen Klas­se ist pri­mär macht-, funk­ti­ons-, und selbst­be­zo­gen. Mit­glie­der der Grup­pie­rung kön­nen (fast aus­nahms­los) nicht für sich in Anspruch neh­men, im Auf­trag oder auch nur im Inter­es­se der Mehr­heit der Mit­glie­der der Gesell­schaft zu han­deln. Die Mit­glie­der der Par­tei­en­land­schaft (die Par­tei­en) tau­schen ein­zig ihre Rol­len inner­halb der Par­la­men­te (ggf. inner­halb von Koali­tio­nen), aber nicht ihre Funk­ti­on inner­halb der Poli­ti­schen Klasse.

Teil­ha­ber der Poli­ti­schen Klas­se sind am Stel­len der drin­gend ange­sag­ten Sys­tem­fra­ge nicht inter­es­siert. Es wür­de ihre Exis­tenz und die ihrer För­de­rer bedrohen.

Sie täu­schen par­tei­über­grei­fend ein Dasein als Volks­ver­tre­ter vor, besit­zen aber ein direk­tes Inter­es­se zur Teil­ha­be an der öko­no­mi­schen Macht des obers­ten Finanz­ka­pi­tals und zum Erhalt des kol­la­bie­ren­den kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems. Aus­druck des­sen sind u.a. und i.d.R. Ver­stri­ckun­gen in Finanz­skan­da­len, kor­rup­te Betei­li­gun­gen an Auf­trags­ver­ga­ben, Mit­wir­ken in Auf­sichts­rä­ten gro­ßer Kon­zer­ne, naht­lo­ses Wech­seln in lukra­ti­ve Auf­sichts­rats­pos­ten, Par­tei­spen­den von Lob­by­ver­bän­den, Blo­cka­den von Unter­su­chungs­aus­schüs­sen, grund­le­gen­de Inter­es­sen­kon­flik­te bei poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen, als auch lukra­ti­ve, hoch ver­gü­te­te Neben­jobs, bis hin zum Ver­schlei­ern von zusätz­li­chen Einkünften.

Das Dasein der Poli­ti­schen Klas­se wur­de unter dem Deck­man­tel einer Demo­kra­tie in einem Wahl- und Par­tei­en­sys­tem imple­men­tiert. In ihrer dem­ago­gi­schen Rol­le und zur Siche­rung ihrer Herr­schaft üben sie eine par­la­men­ta­ri­sche und media­le Mani­pu­la­ti­on der Mas­se, aber auch dik­ta­to­ri­sche, mög­lichst unab­än­der­li­che Macht­er­hal­tungs­funk­ti­on aus.

Poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen unter­lie­gen im Pri­mat nicht einer Sach- und Fach­kom­pe­tenz, son­dern der herr­schen­den Funk­ti­on im Sin­ne des Finanz­ka­pi­tals (dem Mehr­wert Weni­ger). Akzep­ta­blen Lösun­gen und Visio­nen (diver­ser kom­pe­ten­ter Macher in der Gesell­schaft) zur Lösung glo­ba­ler und gesell­schaft­li­cher Grund­fra­gen ent­zieht sich die Poli­ti­sche Klas­se oder sie täuscht Schein­in­ter­es­se vor.

Sie betreibt in der Fol­ge eine macht-, aber kei­ne pro­zess- und lösungs­ori­en­tier­te Politik.

Marionetten-Theater - Politgaukler des Systems
Mario­net­ten-Thea­ter

Die eigent­li­che Funk­ti­on der Poli­ti­schen Klas­se ist die eines Werk­zeugs des Alles beherr­schen­den Inter­es­sen­ver­bun­des des Geheim­dienst­lich-Mili­tä­risch-Indus­tri­el­len-Kom­ple­xes (GMIK), der in der Gegen­wart die aller­größ­te Bedro­hung für den Welt­frie­den und Fort­be­stand der Mensch­heit dar­stellt. Die Poli­ti­schen Klas­se för­dert par­al­lel die Inter­es­sen, die sich mit den pri­mä­ren und sekun­dä­ren Mit­glie­dern der für die glo­ba­le, ille­ga­le Mas­sen­über­wa­chung ver­ant­wort­li­chen UKU­SA-Ver­ein­ba­rung (infor­mel­le Bezeich­nung “Five Eyes”) decken. Die­se Klas­se hat sich in jedem die­ser Län­der in unter­schied­li­cher Form eta­bliert. Ihre Reak­tio­nen bzw. Pas­si­vi­tät in den Fäl­len Edward Snow­den (Whist­leb­lower zur glo­ba­len NSA- bzw. Über­wa­chungs- und Spio­na­ge­af­fä­re 2013) und Juli­an Assan­ge (in Eng­land wider­recht­lich inhaf­tier­ter aus­tra­li­scher inves­ti­ga­ti­ver Jour­na­list) sind bei­spiel­haf­te Bele­ge für das unge­heu­er­li­che Wirken.

Die Grup­pie­rung stellt durch ihr Han­deln das instal­lier­te aso­zia­le und kriegs­trei­ben­de Sys­tem, das aus einem kol­la­bie­ren­dem Impe­ria­lis­mus her­aus eine Dik­ta­tur­form des Tota­li­ta­ris­mus anstrebt, selbst in Frage.

Ihr Dasein unter­gräbt jedes Ver­trau­en in Sinn und Zweck einer Demo­kra­tie. Sie ist damit nicht nur in Deutsch­land Wur­zel für aus­gren­zen­de, radi­ka­le und natio­na­lis­ti­sche Bestre­bun­gen von Bevöl­ke­rungs­schich­ten (Neo­fa­schis­mus).

Aus­druck ihres Han­delns sind u. a. eine Innen- und Außen­po­li­tik des Vor­ent­hal­tens von Wahr­hei­ten, Täu­schens und Lügens (Anne­xi­on des Geis­tes), aber auch die akti­ve För­de­rung eines neu­en Mili­ta­ris­mus (u.a. Arbeit an Feind­bil­dern, Bewil­li­gung Kriegs­ein­sät­ze und Angriffs­krie­ge, Moti­va­ti­on (Mani­pu­la­ti­on) für Krie­ge, mas­si­ve Auf­rüs­tung, Her­an­zie­hen von Kriegs­sol­da­ten). Es sind wei­ter­hin zuneh­men­de Aktio­nen und Ver­stö­ße gegen grund­le­gen­de sozia­le Errun­gen­schaf­ten, gegen das eige­ne Grund­ge­setz (nach­weis­lich gemäß Unter­su­chungs­aus­schuss), gegen Pri­vat­sphä­re und Men­schen­rech­te, (u.a. dik­ta­to­ri­sche Poli­zei­ge­set­ze, För­de­rung Total­über­wa­chung) gegen ver­nünf­ti­ge Tech­no­lo­gie­trends, gegen die Frie­dens­si­che­rung, gegen Ver­bo­te zum Kriegs­füh­ren und dem Atom­waf­fen­sperr­ver­trag, gegen internatio­nale Kodi­zes, ins­be­son­de­re gegen den Sta­tus quo von bis dato essen­zi­el­ler glo­ba­ler Grund­la­gen wie der UNO und dem Inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­ko­dex. Eine bedin­gungs­lo­se Unter­wür­fig­keit (schein­ba­re Aus­nah­men bestä­ti­gen die­se Regel) gegen­über dem größ­ten Kriegs­in­itia­tor und -ver­bre­cher seit dem 2. Welt­krieg, den US-Admi­nis­tra­tio­nen, ist der Gip­fel des Wir­kens die­ser Klasse.

Die Poli­ti­sche Klas­se han­delt nicht gegen Kriegs- und Flucht­ur­sa­chen (auch, wenn sie es immer wie­der bekun­den) - sie schaf­fen sie im Sin­ne des GMIK und Finanz­ka­pi­tals.

Wir­ken und Funk­ti­on der Poli­ti­schen Klas­se rufen im kapi­ta­lis­ti­schen End­sta­di­um den schmut­zigs­ten Abfall und die aggres­sivs­te Aus­ge­burt des Sys­tems und ihrer Auf­trag­ge­ber her­vor. Die­ser äußert sich in nach Rechts gerück­ten und neu­en pro­fa­schis­ti­sche Par­tei­en, die eine pro­fit­träch­ti­ge Eska­la­ti­on, Staats­ter­ror, fol­gen­den Ter­ror und Krie­ge am effi­zi­en­tes­ten begünstigen.

Die Kon­se­quenz

Für Karl Lieb­knecht († 15.01.1919, Anti­mi­li­ta­rist, Mar­xist und seit 1900 Vor­rei­ter einer Sozi­al­de­mo­kra­tie, ein­zi­ger SPD-Abge­ord­ne­ter, der 1914 gegen Kriegs­kre­di­te stimm­te) stand in sei­ner Ein­schät­zung aus dem Jahr 1915 der Haupt­feind eines jeden impe­ria­lis­ti­schen Lan­des zunächst im eige­nen Land, weil die­ser Feind nicht zuletzt den Men­schen die Gei­ßel des Krie­ges auf­er­legt. Heu­te ist es eben­so - der Haupt­feind ist der zuneh­mend tota­li­ta­ri­tä­re Impe­ria­lis­mus mit sei­nem ver­län­ger­ten Arm, der Poli­ti­schen Klasse.

Dro­hen­de und vor­han­de­ne sozia­le sowie inter­na­tio­na­le Kon­flik­te und Eska­la­tio­nen, die die Poli­ti­sche Klas­se im Auf­trag des o.g. Kom­ple­xes erzeu­gen oder begüns­ti­gen, sind deren Ver­bre­chen. Sie for­dern zum Stel­len der Sys­tem­fra­ge eine ihnen ent­ge­gen­tre­ten­de Samm­lungs­be­we­gung außer­halb jeder klas­si­schen Par­tei heraus.

Es exis­tiert kei­ne sozia­le Kraft, die die Rol­le einer die Sys­tem­fra­ge stel­len­den Samm­lungs­be­we­gung über­neh­men kann. Die Füh­run­gen aller Gewerk­schaf­ten als auch Par­tei­en mit sozia­lem oder christ­li­chem Anspruch sind mehr oder weni­ger in das Sys­tem invol­viert. Das Par­tei­en­sys­tem agiert geschlos­sen in ihrer prak­ti­schen Poli­tik aso­zi­al, kriegs­trei­bend und als aus­füh­ren­des Instru­ment der USA im Deut­schen Bundestag.

Eine außer­par­la­men­ta­ri­sche Samm­lungs­be­we­gung ist für die Men­schen nicht mehr eine Fra­ge der poli­ti­schen Ein­stel­lung, son­dern aktu­ell unter dem Aspekt moderns­ter (auch zer­stö­re­ri­scher) Tech­no­lo­gien eine Fra­ge des Über­le­bens der Zivi­li­sa­ti­on und Erhalts von Menschlichkeit.

Die Lösung der Fra­ge zur Poli­ti­schen Klas­se kann kei­ne sozia­le Markt­wirt­schaft sein. Die­se kann es gesetz­mä­ßig auf­grund des Wir­kens des Kapi­tals (vgl. “Das Kapi­tal - Kri­tik der poli­ti­schen Öko­no­mie”, Karl Marx, Erst­aus­ga­be 1867) nicht geben. Der Kapi­ta­lis­mus stößt end­gül­tig an sei­ne Gren­zen. Der Neo­li­be­ra­lis­mus hat jäm­mer­lich versagt.

Das jet­zi­ge Sys­tem (Gesell­schafts­sys­tem, Par­tei­en­sys­tem, Poli­ti­sche Klas­se) ist auf einem Prüf­stand einem wirk­sa­men Ver­än­de­rungs­pro­zess zu unter­zie­hen. Wesent­li­che Funk­tio­nen des Prüf­stan­des wären die eines Ent­wick­lungs­gre­mi­ums (u. a. für visio­nä­re Ver­än­de­run­gen in einer mensch­li­chen, gerech­ten Welt des Tei­lens) sowie die Rol­le eines Gerichts­hofs, um bis­he­ri­ge Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen der Poli­ti­schen Klas­se zu ana­ly­sie­ren sowie Täter zu bestrafen.

Sinn und Zweck der Samm­lungs­be­we­gung muss es sein, die Poli­ti­sche Klas­se zu zer­schla­gen. Es gilt, sie durch basis­de­mo­kra­ti­sche Instru­men­te zu erset­ze. Gleich­zei­tig ist eine glo­bal gerech­te, visio­nä­re, kom­pe­ten­te, ehr­li­che und gemein­nüt­zi­ge Poli­tik mit einem völ­lig neu­en Wer­te­sys­tem für ein Über­le­ben die­ser Erde zu entwerfen.

Ziel ist ein Erset­zen des Wirt­schafts­prin­zips des »Mehr­werts Weni­ger« durch das Prin­zip des »Nut­zens für Alle« - unter Rück­sicht auf die natür­li­chen Res­sour­cen die­ser Welt, die Ach­tung der Indi­vi­dua­li­tät des Ein­zel­nen und der Viel­falt, aber auch der Prin­zi­pi­en von Frei­heit, Brü­der­lich­keit, Gerech­tig­keit und des Teilens.

Neue Visio­nen und Wege wären zu ent­fal­ten in einer fried­li­chen, huma­nis­ti­schen »Neu­en Moder­ne« in einer wahr­haf­ten Form der Demo­kra­tie - einer »Vox­po­pu­li«.


PS: Außer­halb des Pro­to­kolls - eine Fra­ge: Und wann kann letz­te­rer Gedan­ke eine Umset­zung fin­den? Ant­wort: Wenn das Maß über­läuft - das ist Dia­lek­tik. Ent­schei­dend ist, dass dann die­se Samm­lungs­be­we­gung steht. Und wenn Jemand dafür einen Namen sucht, dann nen­nen wir es Revo­lu­ti­on - eine Revo­lu­ti­on gegen Krie­ge, für die Ver­nunft, für Mensch­lich­keit, für den Frie­den, für einen Erhalt der Erde, für den Sieg von Intel­li­genz unter dem Homo sapiens.

HINWEIS
Die­sen Arti­kel ver­öf­fent­lich­te ich par­al­lel als Gast­bei­trag bereits am 29.12.2020 auf der Web­site des Bünd­nis gegen Rechts - Wer­ra­tal - Akti­ons­bünd­nis gegen Rechts­ex­tre­mis­mus, Ras­sis­mus und Rech­te Gewalt im Wer­ra­tal, 99834 Gerstungen.

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