2013-09 @ Marcel Reich-Ranicki

Zeitzeichen Port Woling – Diese Erinnerung darf nicht verblassen


Zeuge seiner Zeit

Boerne-preis-2007-ffm006

Der Publi­zist → Mar­cel Reich-Ranicki ist 93jährig gestor­ben. Er konnte auf eine ehr­li­che, über­zeu­gende Art → “end­los neu­gie­rig und unbe­sieg­bar radi­kal” sein.

Es geht ein Zeuge und Opfer einer Zeit mit unend­li­chem Ter­ror, Füh­rer­kult, Faschis­mus, Mili­ta­ris­mus, Ras­sis­mus, Men­schen­ver­ach­tung, maß­lo­sem Pro­fit­stre­ben, Krieg und Ver­nich­tung. Er selbst ret­tete als Ver­folg­ter die Deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur in die Grau­sam­keit des War­schauer Ghet­tos. Danach konnte er uns noch als Zeuge berich­ten von die­ser grau­sa­men Zeit.

Was erwar­tet uns, wenn Nie­mand mehr diese Grauen und diese Men­schen­ver­ach­tung eines Tota­len Staa­tes des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts in Erin­ne­rung hat? Was erwar­tet uns, wenn heute ver­meint­li­che Volks­ver­tre­ter in einer Schein­de­mo­kra­tie in Wirk­lich­keit als Mario­net­ten von Lob­by­is­ten ver­deck­ter Inter­es­sen­kom­plexe han­deln und zuneh­mend neuen Tota­li­ta­ris­mus fördern?

Diese Erin­ne­rung darf nicht ver­blas­sen. Darum geht es auch in die­sem Blog.

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