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1941-07-05 @ Die Kinder von Krasny Bereg
Geschichte Port Woling – Die Kinder von Krasny Bereg, ausgepresst bis zum letzten Blutstropfen. Sie starben grausam für verwundete deutsche Soldaten, damit diese wieder kriegstüchtig wurden.
Kinder, Opfer des Krieges
Gedenken an die Kinder – da sind Tränen nicht genug
Krasny Bereg in Belarus (Region Gomel) – ein Dorf 200 Kilometer südöstlich von Minsk. Am 5. Juli 1941, zwei Wochen nach dem Überfall auf die Sowjetunion, wurde es von der faschistischen Wehrmacht überrannt. Unmittelbar danach wurde im dortigen Gutshaus ein Lazarett für Soldaten der Wehrmacht installiert. Hier vollzog sich später ein schlimmes Schicksal für Kinder, den Opfern des Krieges.
Krasny Bereg – ein tiefschwarzes Kapitel der Verbrechen des Hitlerfaschismus – in Belarus, in dem jeder dritte Einwohner im Krieg Opfer des → Faschismus wurde. Auf dem Gelände der Gedenkstätte war während des 2. Weltkriegs eines der größten Kinder-Konzentrationslager für “Spender” – einem sogenannten „Blutspendepunkt“. Kinder, die von den Faschisten gewaltsam ihren Müttern entrissen wurden, anfänglich aus den nahen Orten Rogachev, Dobrusch, Schlobin und anderen Orten der Region1, wurden zuerst hierher gebracht. Tausende Kinder wurden missbraucht für ständige Blutentnahme für verwundete Deutsche Soldaten und Offiziere.
In dem schrecklichen Konzentrationslager von Krasny Bereg wurden schätzungsweise 12.000 Kinder aus verschiedenen Teilen Weißrusslands und der UdSSR gefangen gehalten. Unter den Kindern waren hauptsächlich Mädchen im Alter von 8 bis 15 Jahren mit der Blutgruppe A positiv. Nach offiziellen Angaben war das Lager eine Sammelstelle, an der die Kinder untersucht und anschließend als Blutspender für deutsche Soldaten verwendet wurden. Hier wurde ihnen das Blut wortwörtlich bis zum letzten Tropfen abgenommen, da man annahm, dass das Blut von Kindern gesünder und reiner sei, als das von Erwachsenen. Doch es waren nicht nur einfache Blutentnahmen – die Faschisten versuchten sich auch an neuen „wissenschaftlichen“ Methoden. Die Kinder wurden danach wie Abfall entsorgt, weggebracht, verbrannt. Jene Kinder, die diesem Schicksal entkamen, wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert oder mussten brutale Experimente über sich ergehen lassen. Insgesamt starben über 5.000 Menschen in Krasny Bereg.2
Heute steht an diesem Ort ein Mahnmal – entworfen vom belarussischen Architekten Leonid Levin. In der Mitte des Denkmal-Ensembles wird die Skulptur eines allein stehenden, dünnen Mädchens gezeigt. Hinter dem Mädchen führt der Weg weiter durch die “Toten Klasse”, einem Raum der weißen, leeren Schreibtische und einer Schultafel. Die Tafel zeigt den letzten Willen und das Testament der 15-jährigen Katja Susanina, einem Opfer an diesem Ort. Der gesamte Museumskomplex ist ein einzigartiger Raum, wo die Geschichte zum Leben erwacht – wie durch ein PRISMA, im Blick der Kinder. Der Krieg veränderte das Schicksale der Schwächsten. Das Museum vermittelt Ihre Erfahrungen, Träume und Hoffnungen, was Sie dachten, die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes, aber auch ihre irreparablen Verluste.3
Zur Eröffnung des Museums der Gedenkstätte „Kinder – Opfer des Krieges” in Krasny Bereg erklärte der damalige belarussische Ministerpräsident Roman Golowtschenko: “Natürlich ist dies nicht der einzige Ort dieser Art in unserem Land. Es gab viele davon. Wir dürfen und werden sie alle nicht vergessen. Aber solche Orte sind etwas Besonderes. Hier braucht man eine wirklich große Selbstbeherrschung, um die Emotionen zu zügeln, wenn man sich vor Augen führt, dass die Opfer dieser Verbrechen die wehrlosesten Geschöpfe auf dieser Erde waren – Kinder.”4
Da sind Tränen nicht genug – im Gedenken an diese unschuldigen Wesen.
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Quellen
(1) Ekskursii.by, Artikel aus 2006, Memorial complex «Krasnyj bereg», 11.08.2026
(2) Openpr.de, Urbexplorer.com, Presseinformation, Artikel vom 28.10.2019, Krasny Bereg Mahnmal in Belarus – ein tiefschwarzes Kapitel der Geschichte, 11.08.2026
(3) Krbereg-memorial.museum.by, Museum “Children swallowed up by War”, 11.08.2026
(4) Openpr.de, Gesellschaft, Artikel vom 07.12.2024, Golowtschenko: Gedenkstätte in Krasny Bereg ist starke Barriere gegen Geschichtsfälschung und Diffamierung des Sieges , 11.08.2026
Videoschnipsel
12.08.2026, YouTube-Kanal Robert Kirchner – Integral e.V. Constantin Pivovarov „NS Gräueltaten in Belarus“ – Vortrag in Berlin
11.08.2026, YouTube-Kanal Robert Kirchner – Jürgen Eger trägt das Gedicht Barbarei in Deutsch vor
Nachsatz
Das Thema Erinnerung und Aufklärung bleibt ein am Anfang stehendes Erfordernis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfordert viel Mut, viele Ideen, Mitwirkende, Plattformen und eine zunehmende sowie enge Vernetzung. Port Woling betreibt weiter Aufklärung u. a. zu den Themen …
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