2025-06 @ Staatsquote

Zeit­zei­chen Port Woling – Über den Anteil, den sie sich vom Leben aller holen, um Tod und Elend zu expor­tie­ren und Maxi­mal­pro­fit zu generieren


Staatsquote – Quote für den Tod

BIP, Bundeshaushalt & Staatsquote

Der Wert 49,51 % ist nicht irgend­eine Zahl.

Das ist die deut­sche Staats­quote 2024 (Quelle: Statista.de). Sie zeigt das Ver­hält­nis von Staats­aus­ga­ben zum Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP). Das ist der Kuchen, den wir (die Steu­er­zah­ler) hier Jahr für Jahr backen. Klingt erst­mal nach Für­sorge, Sozi­al­staat, Ren­ten, Stra­ßen, Bil­dung, Gesund­heits­we­sen. Doch der Teig, aus dem die­ser Kuchen geba­cken wird, ist längst sauer. Und wer rein­beißt, merkt schnell, da ist mehr Schieß­pul­ver als Puder­zu­cker drin.

Es gilt Kriegs­tüch­tig­keit herzustellen.

Jetzt kommt der Schlag in die Magen­grube: Bis 2035 sol­len 5 % des BIP in Aus­ga­ben für die “Ver­tei­di­gung” (inkl. ver­tei­di­gungs­re­le­vante) gepumpt wer­den. Der Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Pis­to­rius bestä­tigte am 20.05.2025, dass die Bun­des­re­gie­rung Mili­tär­aus­ga­ben in Höhe von 5 % der Wirt­schafts­leis­tung für Rüs­tungs­aus­ga­ben anstrebt.1

Bis dahin wird jähr­lich ange­ho­ben. Die Eck­werte für die nächs­ten Jahre: 2026 auf 82,69 Mrd. €, 2027 auf 93,35 Mrd. €, 2028 136,48 Mrd. €. Für das Jahr 2029 sind bereits 152,83 Mrd. € in Panung (Quelle: BMVg). Beschlos­sen nicht vom Volk, nicht ein­mal im Bun­des­tag breit dis­ku­tiert, son­dern durch­ge­wun­ken auf einem NATO-Gip­fel wie ein Nach­tisch, den kei­ner bestellt hat, aber alle zah­len müs­sen – und dem Volk zum Fraß vor­ge­wor­fen vom Kriegsministerium.

UND noch­mal Zah­len – wer es nicht wahr­ha­ben will. 2024 lag der Bun­des­haus­halt der BRD bei 476,8 Mrd. € und der BIP bei 4,31 Bill. €. Ein Pro­zent vom BIP wären dem­nach 43,1 Mrd. € – den mal 3,5 gerech­net, sind rund 151 Mrd. € – in etwa das Ziel 2029 – macht fast ein Drit­tel des Bun­des­haus­halts für 2029. Und das Ganze mal 5 gerech­net, sind rund 215 Mrd. €, in etwa das Ziel 2035 – macht fast die Hälfte des Bun­des­haus­halts für 2035 (Ver­än­de­run­gen im BIP unbe­rück­sich­tigt). Zum Ver­gleich, 2014, als Kiew als NATO-Stell­ver­tre­ter den Ukraine-Krieg begann, waren es rund 45 Mrd. €. Da kann der Russe 2029 kommen.

Wer das nicht als Angriff auf die eigene Gesell­schaft erkennt, hat ent­we­der zu viel Ver­trauen oder zu wenig Miete zu zahlen.

Mili­ta­ris­mus und Dieb­stahl am gesell­schaft­li­chen Ver­mö­gen in Rein­form. Denn die­ses Geld fehlt. Es fehlt den Men­schen, in Kran­ken­häu­sern, Kitas, bei den Pfle­ge­kräf­ten, in den Schu­len. Aber für Pan­zer­ket­ten, Kano­nen, Rake­ten und Minis­te­ri­ums-Bera­tungs­ver­träge bei McK­in­sey läuft’s wie geschmiert – im wahrs­ten Sinne. Der soge­nannte mili­tä­risch-indus­tri­elle Kom­plex dreht auf, wäh­rend Indus­trie­ar­beits­plätze ver­schwin­den, das Land deindus­tria­li­siert wird und in der 3. Welt ver­schwin­det. Will­kom­men im post­mit­tel­al­ter­li­chen Deutsch­land: Black-Rock & Co. – ein biss­chen Bio­Tech, ein biss­chen Rüs­tung, der Rest kann sehen, wo er bleibt.

Wir reden hier nicht von einer neu­tra­len Wirt­schafts­kenn­zahl. Wir reden vom Umbau des Staa­tes zur Kriegs­ma­schine. DE seit 2022 auf dem Weg der Deindus­tria­li­sie­rung. Das Ein­zige, was jetzt neben Pharma noch läuft, ist der kor­rum­pierte, bei der Beschaf­fung über­teu­erte und pro­fit­träch­tige MIK (Mili­tä­risch-Indus­tri­elle-Kom­plex).

Die Staats­quote sagt viel über den Zustand einer Gesell­schaft aus. Wer kas­siert, wer zahlt. Was geschützt wird – und was geop­fert. Frü­her hieß das mal Umver­tei­lung. Heute heißt es “Zei­ten­wende”, “Kriegs­tüch­tig­keit”, “Drecks­ar­beit” und „Staats­rä­son“ bis zum Völ­ker­mord. Über­setzt: Umver­tei­lung von unten nach oben, mit dem Maschi­nen­ge­wehr im Anschlag.

Die Staats­quote ist längst kein Baro­me­ter mehr für gesamt­ge­sell­schaft­li­che Leis­tung – sie ist ein Ther­mo­me­ter im End­darm des Kapi­tals, das wis­sen will, wie heiß es noch dre­hen kann, bevor der Kes­sel platzt.

Und was bedeu­tet das für dich? Ganz ein­fach: Weni­ger Sicher­heit im All­tag, mehr “Sicher­heit” bei der Ver­tei­di­gung fer­ner Pro­vin­zen, mehr Flucht­be­we­gun­gen – auch aus DE hin­aus, nur weg von hier. Auch weni­ger Sozi­al­woh­nun­gen, mehr Droh­nen. Weni­ger Kul­tur, mehr Kaser­nen. Und irgend­wann: weni­ger von uns. Wer glaubt, ein Land könne in Frie­den leben, wäh­rend es seine Res­sour­cen in den Tod inves­tiert, hat ent­we­der nie Geschichte gele­sen oder glaubt noch an den Weih­nachts­mann in Uniform.

Mit dem Beschluss läuft sich umso mehr die Geld­druck­ma­schine heiß – d.h. stei­gende Infla­tion, Mas­sen­ver­ar­mung, extreme soziale Ver­wer­fun­gen, offe­nerFaschis­mus, gro­ßer Krieg.

BIP, Bun­des­haus­halt, Staats­quote – aus der Quote für den Staat wird eine Quote für das Leben und den Tod.

Das Kapi­tal arbei­tet zuver­läs­sig unbe­ein­druckt jeder Kri­tik an der Poli­ti­schen Öko­no­mie – wie es Marx beschrieb – nur nicht für das Leben, son­dern ein­zig für den Maximalprofit.

Wer pro­fi­tiert? Jene, die die Kriege nicht füh­ren, son­dern daran ver­die­nen. Rüs­tungs­fir­men, Lob­by­is­ten, Thinktanks, die ihre Welt­kriegs­fan­ta­sien in White­pa­pers gießen.

Wem wird in die Tasche gegrif­fen? Allen, die mor­gens auf­ste­hen und mit ech­ter Arbeit die­ses Land am Lau­fen halten.

Wer trägt die Ver­ant­wor­tung? Die Bun­des­re­gie­rung, die braun gequirlte “Ampel”, die Poli­ti­sche Klasse im Rei­chen­tag, NATO-Fal­ken, der Tiefe Staat – kurz: all jene, die Poli­tik nicht für Men­schen, son­dern für Märkte machen.

Staats­quote? Nennt das Kind beim Namen: Es ist der Anteil, den sie sich vom Leben aller holen, um Tod und Elend zu expor­tie­ren. Und die Quit­tung – die wird teuer. Wer Unter­tan ist, wird sich zum Schläch­ter füh­ren las­sen. Wer sich sei­ner Klasse bewusst ist, kann die Per­son an der Kasse zum Teu­fel jagen … “Einen Fin­ger kann man bre­chen – fünf Fin­ger sind eine Faust” (Ernst Thälmann).

Wolf­gang Kiessling (alias Woling – www.port-woling.net, alias Wolle Ing – www.wolle-ing.de)
Quellen:
  1. Junge Welt, Arti­kel Arnold Schöl­zel vom 21.05.2025, Rüs­tungs­aus­ga­ben, Darf’s ein biss­chen mehr sein?, 22.05.2025

Nachsatz

Das Thema Erin­ne­rung und Auf­klä­rung bleibt ein am Anfang ste­hen­des Erfor­der­nis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfor­dert viel Mut, viele Ideen, Mit­wir­kende, Platt­for­men und eine zuneh­mende sowie enge Ver­net­zung. Port Woling betreibt wei­ter Auf­klä­rung u.a. zu den Themen …

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