Kriegswirtschaft

Begriffe Port Woling – Über ein krie­ge­ri­sches Wirt­schafts­sys­tem in der Phase des Impe­ria­lis­mus und seine 10 Zutaten. 



Kriegswirtschaft – Szenario des Profits

I. Es ist Zeit

In der Impe­ria­lis­mus­phase des Unwer­te­wes­tens gerät das große Geschäft in Gefahr. Es ist das knall­här­teste Geschäft der Welt, das Geschäft des Maxi­mal­pro­fits bei der Gefahr des eige­nen Unter­gangs – kalt, effi­zi­ent, hoch-pro­fes­sio­nell, nicht von Ver­schwö­rern, son­dern Kri­mi­nel­len. Die Mäch­ti­gen bekom­men ihren Rachen nicht voll.

In die­ser Zeit füh­ren wirt­schaft­li­che Wider­sprü­che in den west­li­chen Län­dern, die durch die kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­weise in ihren Inter­es­sen teils gegen­ein­an­der ste­hen (siehe Ver­hält­nis USA – West­eu­ropa – Deutsch­land), zu Gegen­sät­zen inner­halb des Wes­tens selbst. Ande­rer­seits ver­bün­de­ten sich alle füh­ren­den Kräfte der Exko­lo­ni­al­mächte zu einer hei­li­gen Hetz­jagd gegen:

  1. den äuße­ren Feind, das erko­rene rus­si­sche Gespenst;
  2. sowie den inne­ren Feind, das Gespenst einer Demo­kra­tie- und Frie­dens­be­we­gung im eige­nen Land.

Diese Kräfte sind hier­zu­lande der deut­sche Impe­ria­lis­mus und Mili­ta­ris­mus, der Tie­fer Staat, die deut­sche Geheim­di­plo­ma­tie, die deut­sche Kriegs­par­tei (chao­tisch agie­rende → Poli­ti­sche Klasse), die unfä­hige, kor­rupte Riege an Kriegs­mi­nis­tern, der deut­sche Füh­rer und Kriegs­kanz­ler, ja auch der deut­sche Beamte, der in Diens­ten der Gewal­ten des Staa­tes seine Funk­tion zum Schutz des Sou­ve­rän jäm­mer­lich ver­kauft hat.

Wo ist die Oppo­si­tion gegen Krieg und Faschis­mus, die nicht von ihren regie­ren­den Geg­nern die Tat­sa­chen ver­dre­hend als extre­mis­tisch oder faschis­tisch ver­schrien wor­den wäre, wo doch diese Regie­ren­den selbst den Faschis­mus in sei­nen Anfän­gen prak­ti­zie­ren? Wo ist die ver­ei­nigte, starke Oppo­si­ti­ons­be­we­gung, die den regie­ren­den, reak­tio­nä­ren Geg­nern den brand­mar­ken­den Vor­wurf zurückgeschleudert?

Fol­gen­des geht aus die­ser Tat­sa­che her­vor. Obere sind sich sicher in ihrem Tun. Sie erken­nen kaum eine Macht, die ihren Lauf auf­hal­ten könnte. Und den weni­gen Ansät­zen, die sie erken­nen, ver­set­zen sie auf wider­recht­li­che Art Angst erzeu­gende, ein­schüch­ternde Schläge, dass ihnen jeg­li­che Exis­tenz­grund­lage ent­zo­gen wird. Fascism (the brot­her of Mili­ta­rism) is rising.

II. Zur Umstellung auf Kriegswirtschaft

Demo­kra­ti­sche Regeln (zumin­dest ansatz­weise) waren in Zei­ten, als der Gegen­pol, der Sozia­lis­mus exis­tierte, noch eine läs­tige Pflicht. Heute sind sie nur eine Last – schon lange über­fäl­lig, abge­wor­fen zu wer­den. Das Land befin­det sich in einer äußerst zuge­spitz­ten Kri­sen­si­tua­tion des kol­la­bie­ren­den Kapi­ta­lis­mus. “Rette sich, wer kann”, sagen sich die Mit­glie­der des Tie­fen Staats – und sie tun es ohne Rück­sicht auf Ver­luste oder mensch­li­ches Potenzial.

Das oberste Finanz­ka­pi­tal initi­iert und för­dert nun eine Radi­ka­li­sie­rung eines in den Ansät­zen demo­kra­ti­schen, aber essen­zi­ell repres­si­ven Regimes in Rich­tung eines auto­ri­tä­ren Repres­si­ons­re­gimes ohne demo­kra­ti­sche Gren­zen. Sie ent­wi­ckeln einen Plan zur Ent­le­di­gung der letz­ten Schran­ken. Der Plan beinhal­tet zuerst eine Neu­auf­tei­lung von Ein­fluss­sphä­ren und der Welt – er beinhal­tet den Krieg, kon­kret den Angriffskrieg.

Die Macht lässt nun die Geschwis­terFaschis­mus und → Mili­ta­ris­mus – Dinge, die sie immer vor­hiel­ten – von der Leine. Deutsch­land über­nimmt wie immer eine füh­rende Rolle. Obere las­sen nach und nach das eigent­li­che Ansin­nen über vor­geb­lich Unver­meid­li­ches öffent­lich ver­laut­ba­ren. Die indus­tri­el­len und zivi­len Res­sour­cen wer­den für einen noch pro­fi­ta­ble­ren Krieg benö­tigt. Ihr Tun ist zutiefst unmensch­lich, wider­recht­lich und ver­bre­che­risch. Unrecht wird zu Recht. Sie machen es, solange wir sie las­sen – auch eine…

… UMSTELLUNG AUF KRIEGSWIRTSCHAFT!

Die höchste und radi­kalste Form der Ver­fol­gung expan­sio­nis­ti­scher Bestre­bun­gen und Kriege der impe­ria­len Macht ist in der impe­ria­lis­ti­schen Phase damit erreicht. Diese Umstel­lung bedeu­tet eine maxi­male und sys­te­ma­ti­sche Unter­ord­nung der gesam­ten Volks­wirt­schaft unter die Ziele der mili­tä­ri­schen Expan­sion und Krieg­füh­rung durch einen impe­ria­lis­ti­schen Staat.

Die Kriegs­wirt­schaft ver­kau­fen sie uns als not­wen­dige Reak­tion auf feind­li­che Bestre­bun­gen, die sie täg­lich her­be­ten. Dabei ist es eine bewusst und sys­te­ma­tisch durch­ge­führte offen­siv-aggres­sive und expan­sio­nis­ti­sche Ziel­ver­fol­gung, um ihre geplan­ten Erobe­rungs­feld­züge zur Neu­auf­tei­lung der Welt, zur Neu­ord­nung von Ein­fluss­sphä­ren mate­ri­ell zu ermög­li­chen. Selbst kon­kur­rie­rende Mächte (im Wes­ten) wol­len sie im Kampf um die Vor­herr­schaft übertreffen.

Kriegs­wirt­schaft – sie ist ein Wirt­schafts­sys­tem, das von einem Staat so umge­stellt wird, dass alle wich­ti­gen Res­sour­cen – Arbeit, Kapi­tal, Roh­stoffe, Pro­duk­tion – vor­ran­gig für mili­tä­ri­sche Zwe­cke ein­ge­setzt wer­den. Ziel ist es, die Kriegs­füh­rung mög­lichst effek­tiv zu unter­stüt­zen. Die Kriegs­wirt­schaft dient nicht dem Wohl­stand der Bevöl­ke­rung. Sie ist ein Sze­na­rio des bevor­ste­hen­den Kriegs und Pro­fits – sie dient dem maxi­ma­len mili­tä­ri­schen Out­put und Maximalprofit.

Im impe­ria­len Sys­tem kann es nur eins bedeu­ten – auto­ri­tä­rer Umbau des Staa­tes, faschis­ti­sche Dik­ta­tur, Krieg für den Maxi­mal­pro­fit Weni­ger. Die Lei­chen lie­fert das Volk – “im Wes­ten nichts Neues”!

III. Stützen der Kriegswirtschaft

Der Mili­ta­ris­mus wan­delt eine Gesell­schaft unter rela­ti­ven Frie­dens­be­din­gun­gen mit schein­de­mo­kra­ti­schem Anstrich in eine tota­li­täre Kriegs­wirt­schaft. Fol­gende 10 Stüt­zen bzw. Zuta­ten der Kriegs­wirt­schaft wer­den dabei erkoren:

  1. Der Feind: Er wird erschaf­fen, ihm wird im pro­pa­gan­dis­ti­schen Trom­mel­feuer das unter­stellt, was man selbst lebt. Im psy­cho­lo­gi­schen Krieg gegen die eigene Bevöl­ke­rung wird eine totale Mobil­ma­chungs-Ideo­lo­gie ver­folgt und die Bevöl­ke­rung auf den „End­sieg“ ein­ge­schwo­ren. Unver­meid­bare Opfer wer­den ver­herr­licht. Es geht nicht um einen Wer­te­ka­non, son­dern de facto um die aggres­siv-impe­ria­lis­ti­sche Natur der Ziele Herr­schen­der. Für die geis­tige Kon­trolle wird die mediale Gewalt zum Freund und Hel­fer erko­ren. Die Jour­nail­len las­sen sich dafür kaufen.
  2. Die Zivil­ge­sell­schaft: Die gesamte Gesell­schaft – inklu­sive die her­an­wach­sende Gene­ra­tion sowie die Rent­ner – erfährt eine Mili­ta­ri­sie­rung (u. a. im Zivil­schutz, in der Aus­bil­dung, im Geiste, in der mili­tä­ri­schen Sicher­stel­lung infra­struk­tu­rel­ler Auf­ga­ben, als letzte Kampf­re­serve, etc.). Ange­ord­nete Ratio­nie­run­gen und Ein­schrän­kun­gen gehö­ren frü­her oder spä­ter zum Alltag.
  3. Die Armee: Das Ziel der eige­nen Armee wird still­schwei­gend von der Lan­des­ver­tei­di­gung – und nur auf diese haben die Sol­da­ten geschwo­ren – auf eine Vor­wärts­stra­te­gie „umdis­po­niert“ zur Absi­che­rung und Aus­wei­tung der Macht-, Ein­fluss- und Res­sour­cen­zo­nen (impe­ria­les Pro­jekt jen­seits eige­ner Gren­zen). Die Köpfe der Sol­da­ten wer­den durch die innere Füh­rung weich in die neue Spur indok­tri­niert, um für jede Tat bereit zu sein. Ein “Dienst für eine frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung” (selbst in fer­nen, bal­ti­schen Pro­vin­zen), eine Grund­ord­nung, die es de facto nicht gibt, dient als Vor­wand. Der all­ge­mei­nen Wehr­pflicht wird wie­der hohe Prio­ri­tät bei­gemes­sen – denn Kano­nen­fut­ter braucht das Land.
  4. Die Finan­zie­rung: Die Kriegs­fi­nan­zie­rung erfolgt durch eine gigan­ti­sche Staats­ver­schul­dung mit infla­to­ri­schen Fol­gen. Das inter­na­tio­nale Kapi­tal des Wes­tens ist dabei nicht nur behilf­lich. Es for­ciert den Fort­gang auf­grund der aller­größ­ten Pro­fit­aus­sich­ten. Die mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung geschieht unver­hält­nis­mä­ßig, unge­zü­gelt, unter Vor­täu­schung fal­scher Tatsachen.
  5. Die Wirt­schaft: Die Pro­duk­tion von Rüs­tungs­gü­tern und Infra­struk­tu­ren für den Krieg („Kano­nen vor But­ter“) erfährt eine Prio­ri­sie­rung. Alles, was dem Krieg nicht nützt, wird aus­ge­schal­tet. Die Wirt­schaft wird zum Instru­ment der Außen- und Eroberungspolitik.
  6. Die Res­sour­cen: Alle mate­ri­el­len und mensch­li­chen Res­sour­cen wer­den erfasst, mobi­li­siert und in den mili­ta­ris­ti­schen Kreis­lauf ein­ge­bun­den – unter Aus­schal­tung jeg­li­cher ent­fernt demo­kra­ti­scher Grund­rechte und Menschenrechte.
  7. Die Jus­ti­zia­bi­li­tät: Es wird eine juris­ti­sche Legi­ti­mie­rung geschaf­fen zur Begrün­dung “gerech­ter” Angriffs­kriege und Kriegs­teil­nah­men. Leise erfolgt ein Bruch des Sta­tus quo im Grund­ge­setz und Völ­ker­recht (inkl. Men­schen­rechte). Ver­fas­sungs­durch­bre­chung zur → juris­ti­schen Legi­ti­mie­rung von Krie­gen, zur bedin­gungs­lo­sen Unter­ord­nung und Aus­schal­tung jeg­li­cher Indi­vi­dua­li­tät wird Nor­ma­li­tät. Es geschieht über Jahre in einem lan­gen Pro­zess einer Stück-für-Stück-Auf­wei­chung demo­kra­ti­scher Rechts­grund­la­gen. Es endet in radi­ka­len Geset­zen zur Eigenermächtigung.
  8. Ein Demo­kra­tie­wan­del: Obere und Part­orgs im Regie­rungs­stuhl glau­ben an ihre Demo­kra­tie und nicht an unsere. Und weil ihre in‘s Wan­ken gerät, wer­fen sie Jene, an die das Volk glau­ben sollte, auf den Schrott­hau­fen der Geschichte. Es war längst fäl­lig. Sie braucht nach dem Weg­fal­len des Gegen­pols zum Kapi­ta­lis­mus kein Mensch mehr – mei­nen sie jeden­falls und haben als Nächs­tes das illu­so­ri­sche Wahl-und Par­tei­en­sys­tem auch noch auf der Ziel­scheibe. Weg damit … Ihrer Macht füh­len sie sich so sicher … schaut jeden Tag in ihre arro­gan­ten Gesichter.
  9. Eine zen­trale Steue­rung: Der Staat über­nimmt nach und nach durch Behör­den die direkte Kon­trolle und Pla­nung über Pro­duk­tion, Res­sour­cen­zu­tei­lung (Roh­stoffe, Kapi­tal, Arbeits­kraft), Preise und Löhne. Selbst der bis­her so geprie­sene freie Markt wird aus­ge­schal­ten. Der Unter­neh­mer darf wäh­len zwi­schen Unter­neh­mens­auf­gabe oder indi­rek­ter Kriegs­be­tei­li­gung und Kriegs­ver­bre­cher­tum. Nie­man­dem wird noch die Wahl gelas­sen, noch nicht ein­mal dem Rent­ner zum Flaschensammeln.
  10. Die Ideo­lo­gie: Nicht zuletzt bedarf es neben dem Feind­bild einer ideo­lo­gi­sier­ten Unter­maue­rung des Vor­ha­bens. Diese mün­det in eine staat­li­che ver­ord­nete mediale → Pro­pa­ganda in Wie­der­ho­lungs­schleife. Die Kri­sen, die Obere schu­fen, brau­chen nicht nur Schul­dige, son­dern auch Lösun­gen – die Herr­schende natür­lich anbie­ten und in ihren Nar­ra­ti­ven theo­re­tisch unter­mau­ern. Dem Mili­ta­ris­mus bie­tet hier sein Bru­der, der Faschis­mus, nazis­ti­sche Ideen, die sich in den unter­schied­li­chen Zei­ten fle­xi­bel anpas­sen, als aller­beste Fun­da­mente an. Diese för­dern Opfer­rol­len, das Selbst­wert­ge­fühl von Kri­sen Betrof­fe­ner, die Gran­dio­si­tät und Ein­zig­ar­tig­keit, den Glau­ben an Über­le­gen­heit, Fan­ta­sien über bevor­ste­hende gren­zen­lose Erfolge und Macht, über­zo­gene Erwar­tun­gen an andere und an sich selbst, Man­gel an Empa­thie und Aus­gren­zung von Schwä­che zei­gen­den sowie die Auf­wer­tung der eige­nen Person.
IV. Wann und wo war das

Mit die­sen Zuta­ten kann sich der Mili­ta­ris­mus nun unge­bremst ent­fal­ten. Die Kriegs­wirt­schaft ist ein Ser­vier­brett und Selbst­be­die­nungs­la­den für Maxi­mal­pro­fit der Pro­fi­teure des Mili­ta­ris­mus. Sie hat keine feste orga­ni­sa­to­ri­sche Struk­tur. Sie ist keine for­mell erhär­tete, jedoch real bestehende Alli­anz von Kör­per­schaf­ten und Per­so­nen des Sys­tems, die durch gemein­same poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Inter­es­sen ver­bun­den sind. Sie ste­hen im Bereich der Kriegs­vor­be­rei­tung in fes­ter Part­ner­schaft. Es ist eine beson­dere Frak­tion der Herr­schen­den, die mit Mili­ta­ris­mus und Faschis­mus liiert und ver­wach­sen sind, deren Inter­es­sen vom Hoch­rüs­ten nicht getrennt sind, schon gar nicht mit demo­kra­ti­schen oder huma­nis­ti­schen Zie­len ver­knüpft sind. Zu die­sem Thema gäbe es so viel mehr zu berich­ten … spä­ter (Freunde).

Ken­nen wir das? WANN WAR DAS?

Beim Kai­ser und sei­nen SPD-Ver­rä­tern, bei Goeb­bels und Füh­rer oder bei Pis­tole­rus und Faschis­ten in neuen Uni­for­men? Wollt ihr so einen, wollt ihr den tota­len Krieg? Wer kämpft(e) dage­gen – nur Lieb­knecht, Kom­mu­nis­ten, alle, die sie über die Klinge sprin­gen lie­ßen oder heute noch las­sen? Wer macht es wil­len­los mit? Wer folgt wie­der dem Schläch­ter? Das Volk!

Tat­sa­che im Jahr 2025 in Deutsch­land ist, die NS- sorry, die von BRD-Obe­ren und ihren Leit­me­dien gelei­tete Pro­pa­ganda ver­mark­tet wie­der eine Kriegs­wirt­schaft – vor­zugs­weise vor­geb­lich für den infra­struk­tu­rel­len und natio­na­len Auf­schwung sowie zum Schutz vor äuße­ren Bedro­hun­gen (wel­che?). Der Kriegs­mi­nis­ter berich­tet: „Die Tren­nung zwi­schen Rüs­tungs- und zivi­ler Indus­trie macht kei­nen Sinn.“ Die Poli­tik zieht das Land immer tie­fer in jene Rich­tung, wo am Ende der Krieg lau­ert.1

Kriegs­wirt­schaft und Mili­ta­ris­mus gin­gen in Deutsch­land immer noch in Zyklen auf­stre­bend Hand in Hand. Sie waren immer ver­bun­den – jeweils mit einer füh­ren­den Aus­prä­gung im Ver­gleich zu west­li­chen Län­dern und Part­nern bis hin zur ver­bre­che­ri­schen Füh­rungs­rolle in gro­ßen Kriegen.

So erle­ben wir es auch heute wieder.

V. Ergo

Obere sind sich bei der Ent­fal­tung der Kriegs­wirt­schaft in der Aus­sicht auf Maxi­mal­pro­fit so sicher, dass sie selbst den Klas­sen­kampf von Oben pro­pa­gier­ten – so, wie sie es schon selbst dekla­rier­ten (u. a. durch den US- Mul­ti­mil­li­ar­där War­ren Buf­fett2) – den Klas­sen­kampf einer klei­nen glo­ba­len, öko­no­mi­schen Elite des Wes­tens gegen die Klasse aller Werk­tä­ti­gen und sons­ti­gen Geschun­de­nen.3

“Es ist hohe Zeit, dass die Kom­mu­nis­ten (die ein­zige Kraft, die das Sys­tem als Ursa­che erkennt – Anm. des Autors) ihre Anschau­ungs­weise, ihre Zwe­cke, ihre Ten­den­zen vor der gan­zen Welt offen dar­le­gen und dem Mär­chen vom Gespenst des Kom­mu­nis­mus ein Mani­fest der Par­tei selbst ent­ge­gen­stel­len” – wie es Karl Marx im Kom­mu­nis­ti­schen Mani­fest for­mu­lierte.4

Die Frage bleibt, ob eine groß­an­ge­legte Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung der kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft grund­sätz­lich prak­ti­ka­bel bzw. mach­bar ist. Ist der über­di­men­sio­nierte Mili­ta­ris­mus ein natür­li­ches und unab­än­der­li­ches Erfor­der­nis des Kapi­ta­lis­mus? Die Geschichte kapi­ta­lis­ti­scher Län­der weist einen unter­schied­li­chen Mili­ta­ri­sie­rungs­grad der Lan­des­po­li­tik und Wirt­schaft auf. Schließ­lich gibt es auch unter­schied­li­che bür­ger­li­che Grup­pie­rung in ihrer Stel­lung zu Erobe­rung und Krieg. Die Poli­ti­sche Öko­no­mie ver­langt aber für Jeden den Maxi­mal­pro­fit, sonst wäre er im gna­den­lo­sen Wett­be­werb dem Unter­gang geweiht.

Der Kampf gegen einen Super­mi­li­ta­ris­mus scheint eine Her­aus­for­de­rung an eine not­wen­dige Bün­de­lung aller Frie­dens­kräfte, an alle Grup­pie­run­gen und Bewe­gun­gen für Frie­den, gegen Kriegs­trei­be­rei, den Mili­tä­risch-Indus­tri­el­len-Kom­plex (Abk. MIK) sowie extre­mis­ti­schen Frak­tio­nen und Ampeln im Ber­li­ner Rei­chen­tag5. Die­sen not­wen­di­gen Kampf gegen den deut­schen Super­mi­li­ta­ris­mus soll­ten wir aber nüch­tern betrach­ten. Es gilt zu den alle Men­schen betref­fende Fra­gen von Krieg und Frie­den einen rea­lis­ti­schen Stand­punkt ein­zu­neh­men. Nüch­tern betrach­ten, heißt aber auch, sich bewusst zu sein, dass das Ansin­nen eines Welt­frie­dens auch eine Kriegs­er­klä­rung an die Rüs­tungs­in­dus­trie ist – und die wird sich mit den gebrieften/gekauften staat­li­chen Gewal­ten erwehren.

Die­ser Kampf ist zuerst mehr ein Form des Mas­sen­pro­tests – es geht um uns Alle -, als eine Bewe­gung für Demo­kra­tie und gesell­schaft­li­che Ver­än­de­rung. Ohne Frie­den ist Alles Nichts.

Trotz alle­dem – das Bezwin­gen des Mili­ta­ris­mus und Ver­ständ­nis über den Weg dabei erfor­dert für die kon­se­quen­tes­ten Kräfte die Bewusst­heit eines wah­ren Kriegs­geg­ners, Anti­fa­schis­ten, die Kennt­nis der Dia­lek­tik des Kapi­ta­lis­mus in sei­nem höchs­tem Sta­dium dem Impe­ria­lis­mus, der unver­fälsch­ten Geschichte und des faschis­ti­schen Wesens, die Berück­sich­ti­gung öko­no­mi­scher Aspekte, ein offe­nes Benen­nen faschis­ti­scher Anfänge, Erschei­nun­gen und Täter der Gegen­wart, eine Koor­di­na­tion anti­fa­schis­ti­scher Arbeit, die über natio­nale Inter­es­sen hin­aus­geht und nicht zuletzt Klas­sen­be­wusst­sein.6

“Sonst wird das nix.”

Deut­scher Mili­ta­ris­mus und Faschis­mus, inklu­sive ihrer beson­de­ren, aus­beu­te­ri­schen Form der Kriegs­wirt­schaft las­sen sich nicht ernst­haft bekämp­fen, ohne dem Stel­len der Systemfrage. 

Werk­tä­tige, Bau­ern, Geschun­dene, ARBEITER, HÖRT IHR NICHT?

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Wolf­gang Kiessling (alias Woling – www.port-woling.net, alias Wolle Ing – www.wolle-ing.de)
Quellen/Verweise (am 06.12.2025):
  1. Quelle: Nach­Denk­Sei­ten, Arti­kel Mar­cus Klöck­ner vom 03.12.2025, Pis­to­rius: „Die Tren­nung zwi­schen Rüs­tungs- und zivi­ler Indus­trie macht kei­nen Sinn“ – Der Gestank der Kriegs­wirt­schaft zieht auf!
  2. Zur Per­son War­ren Buf­fett: US-ame­ri­ka­ni­scher Inves­tor, Unter­neh­mer, 2022 geschätz­tes Ver­mö­gen ca. 118 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, CEO von Berkshire Hat­ha­way, einem Hol­ding-Unter­neh­men mit 371,444 Mrd. US-Dol­lar Umsatz in 2024
  3. Quelle: „It’s class war­fare, my class is win­ning, but they shouldn’t be.” – War­ren Buf­fett im Inter­view mit Lou Dobbs, CNN am 19.06.2005
  4. Quelle: Marxists.org, Karl Marx – Fried­rich Engels, Mani­fest der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei, Ein­lei­tung, Zitat
  5. Begriffs­er­klä­rung Rei­chen­tag: sym­bo­li­scher Eigen­be­griff des Autors für den Ber­li­ner Reichs­tag, des­sen Insas­sen offen­sicht­lich heute nicht mehr dem Wohle des Vol­kes die­nen, son­dern dem obers­ten Finanzkapital
  6. Begriffs­er­klä­rung Klassenbewusstsein/Klasse (Quelle mein Buch Das FASCHIS­MUS-Pro­to­koll): Klasse ist eine gesell­schaft­li­che Schicht mit ähn­li­chen gesell­schaft­li­chen Inter­es­sen; Klas­sen­be­wusst­sein ist die Bewusst­heit über die Zuge­hö­rig­keit; ist ent­schei­dend, um sich über­haupt über seine Zuge­hö­rig­keit, seine Mit­wir­ken­den, sei­nen Gegen­über, seine Ziele, Motive, Funk­tion, Vision bewusst zu sein – um über­haupt selbst den­kend die Welt zu erfas­sen, sich zu erhe­ben und sie für seine Inter­es­sen zu ver­än­dern; gemäß Karl Marx ist die „Geschichte aller bis­he­ri­gen Gesell­schaft“ eine „Geschichte von Klas­sen­kämp­fen“ der darin befind­li­chen Klas­sen; libe­rale und idea­lis­ti­sche Anschau­un­gen negie­ren diese grund­le­gende Erschei­nung oder fin­det sie anti­quiert, obwohl doch „Obere“ selbst öffent­lich ver­laut­ba­ren, dass sie einen Klas­sen­kampf von Oben füh­ren; Marx begrün­dete es mit der Exis­tenz einer Klasse mit radi­ka­len Ket­ten; Quelle: Phi­lo­so­phie-Maga­zin, Klas­si­ker, Arti­kel Patrick Eiden-Offe vom 12.02.2019; Karl Marx und der Klas­sen­kampf; aus Sicht des Autors exis­tierte in der Gegen­wart wei­ter­hin die Arbei­ter­klasse als unter­drückte Klasse, nur ist es die „Klasse der Werk­tä­ti­gen und sons­ti­gen Unter­drück­ten“; bei Marx waren es die Bett­ler, Tage­löh­ner, Gesinde und Haus­an­ge­stellte, Sträf­linge, Pro­sti­tu­ierte, Han­dels­ge­hül­fen, kleine Hand­wer­ker, schließ­lich die Manu­fak­tur- und Fabrik­ar­bei­ter – heute sind es die Arbei­ter, Ange­stellte, das schaf­fende Volk (inkl. Bau­ern, Hand­wer­ker, Dienst­leis­ter, Klein- und Kleinst­selb­stän­dige, Frei­be­ruf­ler), alle Werk­tä­ti­gen und Abhän­gi­gen, auch die „geis­ti­gen Pro­le­ta­rier“ (Inge­nieure, Wis­sen­schaft­ler, Intel­lek­tu­elle, Künst­ler, Jour­na­lis­ten,), um nicht zu ver­ges­sen die sons­ti­gen Unter­drück­ten (wie Arbeits­lose, Behin­derte, Kranke, Obdach­lose, Rentner)
Nachsatz

Das Thema Erin­ne­rung und Auf­klä­rung bleibt ein am Anfang ste­hen­des Erfor­der­nis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfor­dert viel Mut, viele Ideen, Mit­wir­kende, Platt­for­men und eine zuneh­mende sowie enge Ver­net­zung. Port Woling betreibt wei­ter Auf­klä­rung u. a. zu den Themen …

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