2019-02 @ Hass für Keinen

Zeit­zei­chen Port Woling – Liebe Freunde, hier ein paar Noti­zen im Namen des Friedens,
zum Nach­den­ken und für mensch­li­che, zivi­li­sierte Dispute.

Es geht nur um den Frieden – nicht mehr und nicht weniger


Gedanken von der muslimischen Ahmadiyya Gemeinde

Liebe für Alle – Hass für Keinen

Es soll kein Zwang sein im Glau­ben (Koran Sure 2, Vers 257).
Das Beste unter Euch ist der­je­nige, der seine Frau am bes­ten behan­delt (Pro­phet Muhammad).
Ver­brei­tet Frie­den auf Erden!

Sule­man Malik (Spre­cher der Ahma­di­yya-Gemeinde in Erfurt):
Mehr Zivilcourage!
Gnade, was ist das?
Öffent­li­che Bekennt­nisse für Mensch­lich­keit sind lei­der nicht mehr selbstverständlich.
Dank für Offen­heit und Hiersein.
Frie­den erlangt, wer geben kann.
Frei ist, wem es gelingt, sich von den Fes­seln sei­nes Egos zu lösen.
Soziale Gerech­tig­keit braucht Frie­den, Ver­ge­ben, Geben.
Unwis­sen­heit macht anfäl­lig für Ängste.
Es gilt, sich Zeit zu neh­men für Offen­heit und Begegnung.
Men­schen sol­len für Men­schen­würde zusammenstehen.

“Es ist eine Illu­sion zu glau­ben, von der Ableh­nung des Anders­ar­ti­gen seien nur Min­der­hei­ten betrof­fen. Denn wer den Frem­den ver­ach­tet, der ver­ach­tet den Men­schen an sich. Von die­ser Men­schen­feind­lich­keit sind früher oder später wir alle betroffen.”

Wei­te­rer Red­ner:
Alle, die sich auf Abra­ham (als Stamm­va­ter Isra­els die zen­trale Figur mono­the­is­ti­scher Reli­gio­nen) beru­fen, haben im Grunde glei­che Interessen.
Liebe für Alle – Hass für Kei­nen – gegen reli­giös begrün­de­ten Extremismus.

Mar­tina Büch­ner:
Wir kön­nen Kraft tan­ken in einer sol­chen Gemeinschaft.
Es ist bes­ser mit Euch zu reden, als über euch.
Viel­falt ist ein Gewinn für jede Demokratie.
Es geht um mehr …(!)

Rüdi­ger Ben­der:
Die Würde des Men­schen zu schüt­zen, ist Auf­gabe staat­li­cher Gewalt.
André Blech­schmidt (Par­la­ment. GF BdL Thüringen):
Auf­klä­rung durch Dialog.
Grund­an­lie­gen: Frie­den, Brü­der­lich­keit, Gerechtigkeit.

San­dro Witt (Punk, Vize­vor­sit­zen­der bei DGB Hes­sen-Thü­rin­gen, Chair­man bei MOBIT – Mobile Bera­tung in Thüringen):
Jene die schwei­gen sind mehr denn je gefordert.
Kri­tik an Ver­wal­tun­gen, die in Erfurt eine öffent­li­che Schein­hin­rich­tung (insze­niert durch eine rechte Grup­pie­rung) statt­fin­den lässt – da stimmt was nicht in Institutionen.

Ein Imam aus Leip­zig:
Helft ein­an­der im Guten und in Ehrfurcht.
Men­schen mit­neh­men mit Gesten.
Zitat vom Ober­haupt der welt­wei­ten Ahma­di­yya Mus­lim Com­mu­nity, Haz­rat Mas­roor Ahmad “Wir wer­den eure Trä­nen wegtupfen.”

Ein Red­ner meinte, er sei Nichtgläubiger.
Ich frage mich, bin ich das auch als Atheist?
Nein, als Athe­ist habe ich doch auch einen Glau­ben – den Glau­ben an mich selbst, an Andere, an das Gute, an mensch­lich-mora­li­sche Werte und an soziale Werte wie Frie­den, Brü­der­lich­keit und Gerech­tig­keit in einer wirk­li­chen glo­ba­len Demokratie.

Was ver­wirk­licht o.g. Ansprü­che? Das TUN.
Arbei­ten wir daran – auch Jene, die sonst schweigen.
Der Frie­den braucht Alle.

Woher stam­men meine Notizen?
Ges­tern Abend war ich zum Neu­jahrs­emp­fang der Ahma­di­yya Gemeinde in Thüringen.

Vie­len Dank, liebe Gastgeber,
egal wo, wann und wel­chem Glau­ben wir nachgehen,
wenn es doch immer der Mensch­lich­keit, dem Frie­den, der Brü­der­lich­keit und Gerech­tig­keit dient.

Bil­der von der mus­li­mi­schen Ahma­di­yya Gemeinde (Autor Woling)


PS:

Als Athe­ist achte ich das Hei­lige Buch,
wie jedes Buch, das dem Mensch­li­chen dient.
Den Koran stu­dierte ich aus­führ­lich vor 7 Jahren.
Im Ergeb­nis sol­cher Bücher meine ich heute:
“Sei ein gläu­bi­ger Mensch,
ohne der Reli­gion zu gehören.
Glaube an Dich und Deine eigene Kraft.
Sei kri­tisch gegen­über jeder Befangenheit.
Achte die Viel­falt und lebe vor allem
jeg­li­che humane Anschau­ung und Gebote.”
Ich denke, jeder hat die Chance,
dabei ein Leucht­turm von vie­len zu sein.