Militarismus

Begriffe Port Woling – Über Merk­male des Mili­ta­ris­mus und Prin­zi­pien der Kriegs­pro­pa­ganda im Militarismus


Militarismus – die 20ger Jahre

Die “Gol­de­nen”, wie vor 100 Jah­ren? Wie damals schrei­tet heute erneut der Mili­ta­ris­mus im Gleich­schritt mit sei­nem Hel­fers­hel­fer, der den Tota­li­ta­ris­mus und → Nazis­mus för­dern­den → Poli­ti­schen Klasse – “der brau­nen Gül­le­tonne in der Rei­chen­kanz­lei” – voran.

Defi­ni­tion

Zum Ver­ständ­nis des Begriffs Mili­ta­ris­mus hier meine Kurz­de­fi­ni­tion mit 16 prä­gnan­ten Merk­ma­len, die in vol­lem Gange sind, die dem Aktio­nis­mus und Auf­trag der Poli­ti­schen Klasse entsprechen.

  1. Feind­bild aufbauen/festigen zur Erzeu­gung von Rück­halt in Bevölkerung.
  2. Kampf gegen fremde Denk­stile zur Siche­rung der öko­no­mi­schen Macht.
  3. Moti­va­tion fes­ti­gen der Ange­hö­ri­gen der Armee (Innere Füh­rung gibt Leit­bild vor).
  4. Irre­füh­rung mög­li­cher Geg­ner, des eige­nen Mili­tärs und der Zivilbevölkerung.
  5. Legi­ti­ma­tion nazis­ti­scher Ten­den­zen Regie­ren­der zur Mobi­li­sie­rung der Masse.
  6. Ver­schleie­rung eige­ner Ver­bre­chen der Kriegsorganisatoren.
  7. Stär­kung aller Kräfte des Militarismus.
  8. Macht­he­bel – der Geheim­dienst­lich-Mili­tä­risch-Indus­tri­elle-Kom­plex (GMIK).
  9. Beschleu­ni­gung mili­tä­risch-tech­ni­scher Aus­rüs­tung (Tech­nik und Bewaffnung).
  10. Begrün­dung per­so­nel­ler Auf­rüs­tung (Kin­der­sol­da­ten und Reak­ti­vie­run­gen).
  11. Mili­ta­ri­sie­rung der Zivil­ge­sell­schaft för­dern (u.a. im Zivilschutz).
  12. Neue Jus­ti­zia­bi­li­tät zur Begrün­dung “gerech­ter” Angriffs­kriege & Kriegsteilnahmen.
  13. Sicher­stel­lung der Lobby sowie Poli­ti­schen Klasse bei der Ressourcensicherung.
  14. Bruch des Sta­tus quo im Grund­ge­setz und Völ­ker­recht (inkl. Menschenrechte).
  15. Auf­rüs­tung unver­hält­nis­mä­ßig, unge­zü­gelt, unter Vor­täu­schung fal­scher Tatsachen.
  16. Ent­fal­tung beson­de­rer Aggres­si­vi­tät in einer Zeit des Kol­la­bie­rens des Kapitals.

Das sind Sech­zehn GEISTER, die ihn – den Krieg – rufen. Damit sollte für Pro­fi­teure und ihre Lobby Krieg mach­bar sein. Deutsch­land steht mit ame­ri­ka­ni­schen Atom­waf­fen – im eige­nen Agie­ren den Atom­waf­fen­sperr­ver­trag bre­chend – mit­ten auf dem Präsentierteller.

Hat der Sou­ve­rän die Vor­ha­ben der Kriegs­pro­fi­teure unter Kon­trolle? Nein, die totale Kon­trolle für Kriege und über die Masse wird für die öko­no­misch Mäch­ti­gen sichergestellt.

Prin­zi­pien der Kriegs­pro­pa­ganda im Militarismus

Das Pro­blem für die Kräfte des Anti­fa­schis­mus, Frie­dens, Huma­nis­mus und gesell­schaft­li­chen Fort­schritts – der Mili­ta­ris­mus lebt mit der Spal­tung der Masse und sei­ner → Pro­pa­ganda. Es reicht den Pro­pa­gan­dis­ten des Natio­na­lis­mus und Mili­ta­ris­mus nur, Lügen oft genug zu wie­der­ho­len. Dann wer­den sie ihnen geglaubt. Lügen haben es ein­fa­cher, als Wahr­hei­ten. Wahr­hei­ten kön­nen erst wir­ken, wenn der Emp­fän­ger für sie bereit ist. Bis dahin müs­sen sie erst ein Dickicht von psy­cho­lo­gisch auf­ge­schüt­te­ten Bar­ri­ka­den durchdringen.

„Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wie­der­holt, dann wer­den die Leute sie am Ende glau­ben. Man kann die Lüge so lange behaup­ten, wie es dem Staat gelingt, die Men­schen von den poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und mili­tä­ri­schen Kon­se­quen­zen der Lüge abzu­schir­men. Des­halb ist es von lebens­wichtiger Bedeu­tung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unter­drü­ckung abwei­chen­der Mei­nun­gen ein­zu­set­zen. Die Wahr­heit ist der Tod­feind der Lüge, und daher ist die Wahr­heit der größte Feind des Staa­tes.“ (Quelle: Paul Joseph Goeb­bels , † 01.05.1945, Pro­pa­ganda-Minis­ter wäh­rend des Faschis­mus in Deutschland).

Prin­zi­pien der Kriegs­pro­pa­ganda sind dabei die Erfolgs­re­zepte des Mili­ta­ris­mus. Die o.g. Merk­male des Mili­ta­ris­mus kann man für päd­ago­gi­sche und mediale Zwe­cke par­al­lel und wert­frei mit ihnen betrach­ten. Es sind Prin­zi­pien, die auch aktu­ell das Wir­ken der deut­schen Bun­des­re­gie­rung und ihrer staats­tra­gen­den Medien für neue Feind­bil­der und fol­gende Kriege begründen.

Nach­fol­gend diese 10 Prin­zi­pien der Kriegs­pro­pa­gan­dis­ten (nach Arthur Pon­sonby, brit. Pazi­fist, “Pro­pa­ganda Lies of the First World War”, Reprint 1991, Ver­lag Bloom­field Books):

  1. Wir wol­len den Krieg nicht
  2. Das geg­ne­ri­sche Lager trägt die Verantwortung
  3. Der Füh­rer des Geg­ners ist ein Teufel
  4. Wir kämp­fen für ein edles und gött­li­ches Ziel
  5. Der Geg­ner kämpft mit uner­laub­ten Mitteln
  6. Geg­ner bege­hen Grau­sa­mes – wir nur aus Versehen
  7. Des Geg­ners Ver­luste sind enorm – unsere gering
  8. Künst­ler und Intel­lek­tu­elle unter­stüt­zen uns
  9. Unsere Mis­sion gegen die Schur­ken ist heilig
  10. Wer an uns zwei­felt, ist ein Verräter.

Wenn uns diese Pro­pa­gan­da­prin­zi­pien begeg­nen und sich o.g. Merk­male des Mili­ta­ris­mus gna­den­los auf­drän­gen, steht uns aller Vor­aus­sicht nach ein Krieg bevor. Die Moral ist das Erste, was im Vor­feld und zu Beginn eines Krie­ges ver­lo­ren geht. Ist es schon zu spät?

Albert Ein­stein (Phy­si­ker, † 1955) mahnte nicht umsonst:

Die Mas­sen sind nie­mals kriegs­lüs­tern, solange sie nicht durch Pro­pa­ganda ver­gif­tet wer­den. Wir müs­sen sie gegen Pro­pa­ganda immu­ni­sie­ren. Wir müs­sen unsere Kin­der gegen Mili­ta­ris­mus imp­fen, indem wir sie im Geiste des Pazi­fis­mus erziehen.

Tun wir es!

Die Kon­se­quenz

Das sind die Geis­ter, die ihn – den Krieg – rufen.

Die Prin­zi­pien der Kriegs­pro­pa­ganda sind im auf­stre­ben­den Mili­ta­ris­mus die Werk­zeuge in der → psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung der Mäch­ti­gen gegen die eigene Gesellschaft.

Der Krieg sollte für die Pro­fi­teure und ihre Lobby mach­bar sein. Deutsch­land steht mit ame­ri­ka­ni­schen Atom­waf­fen – im eige­nen Agie­ren den Atom­waf­fen­sperr­ver­trag bre­chend – mit­ten auf dem Präsentierteller.

Hat der Sou­ve­rän die Vor­ha­ben der Kriegs­pro­fi­teure unter Kon­trolle? Nein, die totale Kon­trolle wird durch o.g. Poli­ti­sche Klasse für die Mäch­ti­gen sicher­ge­stellt. Das Tra­gi­sche – selbst ein Par­tei­en­wech­sel würde an die­sem Sys­tem nichts ändern.

Jeder der o.g. Punkte lässt sich in einer lan­gen Beweis­kette von Taten gegen den Frie­dens­wil­len der Men­schen in jedem ein­zel­nen Punkt belegen.

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