Marcel Reich-Ranicki

Diese Erinnerung darf nicht verblassen


Zeuge seiner Zeit

Boerne-preis-2007-ffm006

Der Publi­zist → Mar­cel Reich-Ranicki ist 93jährig gestor­ben. Er konn­te auf eine ehr­li­che, über­zeu­gen­de Art → “end­los neu­gie­rig und unbe­sieg­bar radi­kal” sein.

Es geht ein Zeu­ge und Opfer einer Zeit mit unend­li­chem Ter­ror, Füh­rer­kult, Faschis­mus, Mili­ta­ris­mus, Ras­sis­mus, Men­schen­ver­ach­tung, maß­lo­sem Pro­fit­stre­ben, Krieg und Ver­nich­tung. Er selbst ret­te­te als Ver­folg­ter die Deut­sche Spra­che und Lite­ra­tur in die Grau­sam­keit des War­schau­er Ghet­tos. Danach konn­te er uns noch als Zeu­ge berich­ten von die­ser grau­sa­men Zeit.

Was erwar­tet uns, wenn Nie­mand mehr die­se Grau­en und die­se Men­schen­ver­ach­tung eines Tota­len Staa­tes des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts in Erin­ne­rung hat? Was erwar­tet uns, wenn heu­te ver­meint­li­che Volks­ver­tre­ter in einer Schein­de­mo­kra­tie in Wirk­lich­keit als Mario­net­ten von Lob­by­is­ten ver­deck­ter Inter­es­sen­kom­ple­xe han­deln und zuneh­mend neu­en Tota­li­ta­ris­mus fördern?

Die­se Erin­ne­rung darf nicht ver­blas­sen. Dar­um geht es auch in die­sem Blog.

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