Friedensdemos - wer den Frieden will

Aktuelles Port Woling - Friedensdemo’s werfen - sofern sie effizient sein sollen - die Frage auf “Wer will hier noch zurück in die alte Welt des Neoliberalismus mit asozialer Politik, Massenüberwachung und Kriegen?”


Wer den Frieden will

Seit April tra­ten diver­se Initia­to­ren in sozia­len Netz­wer­ken auf zur Orga­ni­sa­ti­on u.a. einer macht­vol­len Demons­tra­ti­on in Ber­lin am 30. Mai 2020. Ram­stein war das Haupt­mot­to - letzt­lich aber das kriegs­trei­ben­de Sys­tem die Ziel­rich­tung. Schließ­lich bil­den Ursa­che und Wir­kung eine Einheit.

Wer­te Initia­to­ren der Frie­dens­de­mo. vom 30.05. am Bran­den­bur­ger Tor, gestat­ten Sie mir respekt­voll eine Frage:

Wie kamen damals die Initia­to­ren in ihren diver­sen Auf­ru­fen zu der Über­zeu­gung, dass die­ser 30. Mai der macht­vol­le Aus­gangs­punkt oder gar der Tag von grund­le­gen­den gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen sein wird?

Neben ihrem eige­nen Tun und Han­deln haben vie­le Men­schen mit gro­ßer Hoff­nung auf den 30. Mai geblickt - dar­auf dass durch eine auf­ste­hen­de Mas­se (in Thälmann’scher Tra­di­ti­on) das Zen­trum der maß­lo­sen Macht (inkl. ihrer → Poli­ti­schen Klas­se) im Reichs­tag auf­ge­rollt und zur Rechen­schaft für aller schlimms­te aso­zia­le und kriegs­trei­ben­de Poli­tik gezo­gen wird.

Bis auf paar guter Reden am Bran­den­bur­ger Tor ist Nichts pas­siert. Es weh­te dem Reichs­tag höchstens ein lau­er Wind ent­ge­gen. Hät­ten nicht dem ent­ge­gen ohne einem Zurück­wei­chen macht­vol­le For­de­run­gen und Maß­nah­men aller Aktio­nen an dem Tag, die für Frie­den und gesell­schaft­li­chen Fort­schritt ein­tre­ten, ste­hen müssen? Hät­te das nicht am Ort des Gesche­hens (japan. Gem­ba) pas­sie­ren müs­sen, statt an diver­sen zen­tra­len Punkten?

Ich weiß, die Mas­se ist so schnell nicht zu bewe­gen, was mei­ne The­se bestätigt, dass es, bevor die Mas­se nicht so rich­tig im Dreck liegt (u.a. revolutionäre Situa­ti­on nach mas­si­ver Destruk­ti­on) kei­ne Bewe­gung geben wird.

Also bleibt alles Reden nur Maku­la­tur? Der­weil agiert die pri­vi­le­gier­te Poli­ti­sche Klas­se sich des­sen bewusst immer unver­hoh­le­ner gegen den Sta­tus-quo im Grund­ge­setz und des exis­ten­ten Men­schen­rechts. Ja - sie ver­höh­nen ganz offen Anders­den­ken­de und ihre Gegner.

Sie schaf­fen seit Jah­ren ein dik­ta­to­ri­sches Gesetzt nach dem ande­ren in einem Pro­zess, der bald nicht mehr umkehr­bar sein wird. Seit 1989 erle­ben wir zuneh­mend mas­si­ver und offen agie­rend einen kol­la­bie­ren­den Kapi­ta­lis­mus - ganz wie es Marx im Das Kapi­tal begründete.

Die Gro­ße Koali­ti­on verschläft schein­bar aktu­ell die Chan­ce, mit einem Kon­junk­tur­pa­ket den ökologischen, sozia­len, ökonomischen und gesell­schaft­li­chen Umbau vor­an­zu­trei­ben. Geschickt aber betrieb sie schon im Vor­feld des 30.05. „Volks­be­ru­hi­gungs­maß­nah­men“, die ihr Ziel - Nie­der­hal­ten und Spal­ten der Mas­se - nicht verfehlten.

Sie - die Part­or­gs der Poli­ti­schen Klas­se - belä­cheln hoch­ar­ro­gant die enga­gier­ten Orga­ni­sa­to­ren von Bewe­gun­gen für Frie­den, Auf­ste­hen und Ver­än­dern. Sie wer­den einen Umbau im Sin­ne der Inter­es­sen der Mas­se der Gesell­schaft nie ernst­haft in Erwägung zie­hen - auch nicht ande­re Gro­ko-Kon­stel­la­tio­nen der Poli­ti­schen Klas­se nach Neu-Wahlen(!).

Was also hat sich in Ber­lin bewegt, das eine essen­zi­el­le Veränderung zwin­gend ein­lei­ten wird?

US-Atom­waf­fen wer­den sich kei­nen Meter in Rich­tung Wes­ten zurückbewegen - höchstens irgend­wann vorwärts Rich­tung Osten mit unver­hoff­ten „Gast­ge­schen­ken“ im Gegenzug.

Wer will hier noch zurück in die alte Welt? Was hat sich bewegt? Bleibt nur der Weg zurück in den alten Neo­li­be­ra­lis­mus? Dann wäre es in kur­zer his­to­ri­scher Frist das Ende der Zivilisation.

Wo bleibt das → Mani­fest, dass die not­wen­di­ge Änderung einleitet?

Wer­te Initia­to­ren für Frie­den und Demo­kra­tie - ich ver­blei­be trotz­dem hoch­ach­tungs­voll gegenüber Ihnen und Ihrem bis­he­ri­gen Handeln.

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