Ankündigung Versöhnungsfahrt (2026)

Aktion Port Woling – Volks­di­plo­ma­tie und Völ­ker­freund­schaft – Pri­vat­leute aus Deutsch­land wer­ben anläss­lich des 85. Jah­res­tags des Beginns des deutsch-sowje­ti­schen Krie­ges für eine zwei­wö­chige Fahrt nach Weiß­russ­land. Den Mit­fah­rern bie­tet sich die Gele­gen­heit, an Kranz­nie­der­le­gun­gen in bedeu­ten­den Gedenk­stät­ten teil­zu­neh­men. Das Ange­bot rich­tet sich an Künst­ler, die in Weiß­russ­land ein Pro­jekt star­ten möchten.


Nach­fol­gend ein Arti­kel von RT DE vom 8. März 2026


Zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion: Versöhnungsfahrt nach Weißrussland geplant

Am 22. Juni 2026 jährt sich der deut­sche Über­fall auf die Sowjet­union zum 85. Mal. Der Jah­res­tag fällt in eine Zeit, die von zuneh­men­den geo­po­li­ti­schen Span­nun­gen und gegen­sei­ti­gem Miss­trauen geprägt ist. Ins­be­son­dere Weiß­russ­land erscheint in den bun­des­deut­schen Medien ledig­lich als spät­so­wje­tisch ange­hauchte Dik­ta­tur, die ihre Oppo­si­tio­nel­len ver­folgt. Wenig bekannt ist, dass die weiß­rus­si­sche SSR im Zwei­ten Welt­krieg einen hohen Blut­zoll zu tra­gen hatte: Bis zur Befrei­ung im Som­mer 1944 war fast ein Drit­tel der Bevöl­ke­rung umge­kom­men, ins­ge­samt an die drei Mil­lio­nen Men­schen. Dem Holo­caust fie­len dabei 700.000 weiß­rus­si­sche Juden zum Opfer, der soge­nann­ten “Par­ti­sa­nen­be­kämp­fung” – die in Wirk­lich­keit wehr­lose Dorf­be­woh­ner traf: Alte, Frauen und Kin­der – mehr als eine Mil­lion Sowjet­bür­ger sla­wi­scher Herkunft.

Das Aus­maß die­ser deut­schen Ver­bre­chen ist vie­len Bun­des­bür­gern bis heute nicht bewusst. Eine Gruppe von Frie­dens­ak­ti­vis­ten rund um Oli­ver Schnee­mann hat es sich zum Auf­trag gemacht, Auf­klä­rungs­ar­beit zu leis­ten. Sie war bereits im Jahr 2023 anläss­lich des 80. Jah­res­ta­ges des Mas­sa­kers von Cha­tyn nach Weiß­russ­land gereist und nach ihrer Rück­kehr in der weiß­rus­si­schen Bot­schaft emp­fan­gen wor­den. Schnee­mann war auch der Orga­ni­sa­tor einer Ver­nis­sage weiß­rus­si­scher Künst­ler, die im Sep­tem­ber 2024 in Köln statt­fand. Die Aus­stel­lung zeigte Werke, die die Ver­nich­tung weiß­rus­si­scher Dör­fer wäh­rend der deut­schen Besat­zung zum Thema haben.

Und das Frie­dens­werk geht wei­ter. Die Gruppe um den Frie­densak­tis­ten Oli­ver Schnee­mann plant eine Fahrt nach Weiß­russ­land und ruft Gleich­ge­sinnte zur Teil­nahme auf. Die Anreise soll indi­vi­du­ell erfol­gen, in Weiß­russ­land erwar­tet die Rei­sen­den ein 14-tägi­ges Pro­gramm im Zeit­raum vom 20. Juni bis 4. Juli. Die Teil­neh­mer wer­den also an gleich zwei für die weiß­rus­si­sche Geschichte bedeut­sa­men Daten dort anwe­send sein, nicht nur am 22. Juni, son­dern auch am 3. Juli. An die­sem Tag vor 85 Jah­ren befreite die Rote Armee Minsk, die heu­tige Haupt­stadt Weiß­russ­lands, damals die Haupt­stadt der weiß­rus­si­schen Sowjet­re­pu­blik. Die bei­den Ter­mine sym­bo­li­sie­ren den Anfang und das Ende des Krie­ges für Weiß­russ­land – auch wenn die Kämpfe für die sowje­ti­schen Sol­da­ten noch bis zum 9. Mai 1945, ja bis Anfang Sep­tem­ber 1945 (Kapi­tu­la­tion Japans) weitergingen.

Die Reise hat die Unter­stüt­zung der weiß­rus­si­schen Behör­den. Wer Künst­ler ist und die Fahrt nach Weiß­russ­land zu einem Kunst­pro­jekt gestal­ten kann, erhält kos­ten­lose Unter­kunft. Auch die Trans­porte zu den Gedenk­stät­ten und einen Teil der Kos­ten für die Ver­pfle­gung über­nimmt der weiß­rus­si­sche Staat. Mit­rei­sende ohne künst­le­ri­schen Hin­ter­grund zah­len selbst. Auch För­de­rer, die selbst nicht mit­rei­sen, aber die Fahrt durch Spen­den unter­stüt­zen wol­len, sind erwünscht. Die Mit­fah­rer benö­ti­gen kein Visum, ledig­lich einen Rei­se­pass und eine Aus­lands-Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung. Weiß­russ­land ist es ein Anlie­gen, dass mög­lichst viele Leute aus dem Aus­land das Land besu­chen und ken­nen­ler­nen. Inter­es­sen­ten könn­ten sich unter » die­sem Link « melden.

Zu ihrer Moti­va­tion lässt man die Initia­to­ren der Reise am bes­ten selbst sprechen:

“Die Ver­let­zun­gen der Völ­ker­see­len wer­den von Gene­ra­tion zu Gene­ra­tion wei­ter­ge­ge­ben und spal­ten uns. Wir füh­len uns nicht als zusam­men­ge­hö­rige Mensch­heits­fa­mi­lie, die für­ein­an­der da ist. Wir haben das Bedürf­nis, die­ser gewal­ti­gen Spal­tung ent­ge­gen­zu­wir­ken. Wir wol­len nicht den Schuld­kult näh­ren; wir wol­len ver­ei­nen. Wir möch­ten Men­schen und Her­zen mit­ein­an­der ver­bin­den und somit unse­ren beschei­de­nen Bei­trag zu Welt­frie­den, Ver­söh­nung und Hei­lung leisten.”

Wei­ter­hin schrei­ben sie in ihrer Einladung:

“Wir rich­ten unsere acht­same Auf­merk­sam­keit auf den Zwei­ten Welt­krieg und auf das heu­tige Weiß­russ­land. Wir möch­ten auf Gräu­el­ta­ten schauen, die Faschis­ten in Weiß­russ­land ange­rich­tet haben. Men­schen und Dör­fer wur­den aus­ge­löscht. Fami­lien wur­den zer­stört. Dies war ein unfass­bar dia­bo­li­scher Plan der Nazis. Zwei Drit­tel der sla­wi­schen Bevöl­ke­rung soll­ten aus­ge­löscht werden.”

Geplant sind Besu­che an den Gedenk­stät­ten Brest, Drem­lewo, Damat­schewo und even­tu­ell Rasch­kowka, mit der Stadt Brest als Basis. Von dort aus wird die Gruppe Tages­aus­flüge zu den Gedenk­stät­ten unter­neh­men und Kränze nie­der­le­gen. Die “Hel­den­fes­tung Brest” war eine der bedeu­tends­ten Gedenk­stät­ten der Sowjet­union nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Unmit­tel­bar nach dem deut­schen Über­fall hiel­ten die sowje­ti­schen Ver­tei­di­ger den Angrei­fern der Wehr­macht wochen­lang stand, bis sie der Über­macht unter­la­gen. Einen Ein­druck von dem aus­sichts­lo­sen, aber umso tap­fe­ren Kampf der Ver­tei­di­ger der Fes­tung Brest ver­mit­telt eine rus­sisch-weiß­rus­si­sche Kopro­duk­tion aus dem Jahr 2010.

In Drem­lewo wur­den 1942 im Rah­men einer soge­nann­ten Straf­ak­tion die Bewoh­ner des Dor­fes erschos­sen und das Dorf nie­der­ge­brannt. In Domat­schewo ermor­de­ten die Natio­nal­so­zia­lis­ten die Bewoh­ner eines Kin­der­heims. Auch der Groß­teil der übri­gen Ein­woh­ner­schaft über­lebte die deut­sche Besat­zung nicht, sie fie­len als Juden dem Holo­caust zum Opfer. Das Dorf Rasch­kowka (oder Rosch­kowka) sollte 1942 eben­falls ver­nich­tet wer­den, ihm wider­fuhr aber eine wun­der­same Errettung.

*

Versöhnungsfahrt
Oli­ver Schnee­mann (der Orga­ni­sa­tor) mit Owe Schatt­auer – am 8. bis 15.09.2024 in Köln zur Aus­stel­lung und Ver­nis­sage “Das Gesicht der Geschichte”

Erin­ne­rung an Bela­rus [Port Woling]

Nach­satz [Port Woling]

Das Thema Erin­ne­rung und Auf­klä­rung bleibt ein am Anfang ste­hen­des Erfor­der­nis – leicht gesagt und schwer getan. Es erfor­dert viel Mut, viele Ideen, Mit­wir­kende, Platt­for­men und eine zuneh­mende sowie enge Ver­net­zung. Port Woling betreibt wei­ter Auf­klä­rung u. a. zu den Themen …

» Anti­fa­schis­mus » Big-Data » Dem­ago­gie » Ermäch­ti­gung » Ethik & Moral » Eutha­na­sie » Exe­ku­tive » Extre­mis­mus » Fana­tis­mus » Faschis­mus » Fata­lis­mus » Finanz­sys­tem » Frak­tale » Freund­schaft » Geden­ken » Glo­bale STASI » Glo­ba­ler Sta­tus quo » Glo­ba­li­tät » Great Reset » Geschichte » Gewalt » Instinkt » Intel­li­genz » Inter­es­sen­kom­plexe » Judi­ka­tive » KI » Krieg » Kriegs­wirt­schaft » Legis­la­tive » Lob­by­is­mus » Macht » Mani­fest » Mani­pu­la­tion » Mas­sen­über­wa­chung » Medien » Mili­ta­ris­mus » Mili­tä­risch-Indus­tri­el­ler-Kom­plex » Neue Moderne » Öko­no­mie » Olig­ar­chie » Pan­de­mie » Par­teien » Patrio­tis­mus » Poli­ti­sche Klasse » Pro­pa­ganda » psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung » Quan­ten­re­li­gio » Reli­gio­nen » Res­sour­cen » Rote Linie » Schlüs­sel­tech­no­lo­gien » Schein­de­mo­kra­tie » Schwur von Buchen­wald » Sol­dat­sein » Sou­ve­rän » Staats­extre­mis­mus » Tei­len » Ter­ror » Tole­ranz » Tota­ler Staat » Total­im­pe­ria­lis­mus » Tota­li­ta­ris­mus » Umwelt » Ver­fas­sungs­durch­bre­chung » Waf­fen » Wahl­auf­ruf » Wah­len » Wie es begann » Wider­stand » Wifi-Sens­ing und Palan­tir » Whist­le­b­lo­wing » Zio­nis­mus

*